Elektromechanische Keyboards und PianosAkustische Flügel und Klaviere (amerikanische, deutsche und japanische Modelle sowie experimentelle Varianten) · ca. 1700 (Erfindung des Klaviers durch Bartolomeo Cristofori); aktuelle Arturia-Emulation: Piano V3

Piano V

Akustisches Klavier mit physikalischer Modellierung (Phi-Technologie), 12 Flügel- und Klaviermodelle, 88 Tasten, volle Polyphonie
Akkordbegleitung · Ballade für Klavier und Gesang · Jazz-Comping · rhythmische Pop- und Rock-Riffs · Ostinati und rhythmische Patterns (House-Piano · Gospel) · Melodie und Lead · Arpeggios

So funktioniert es

Das akustische Klavier

Drückt man eine Taste, schleudert eine Hebelmechanik einen filzbezogenen Hammer gegen die Saiten; der Hammer springt sofort zurück (Auslösung), und die Saite kann frei schwingen, bis der Dämpfer beim Loslassen der Taste wieder herabfällt (oder bis das Haltepedal alle Dämpfer angehoben hält). Im Bassbereich gibt es eine Saite pro Note, im Mittelbereich zwei, im Diskant drei: Die Saiten derselben Taste sind nahezu im Einklang gestimmt, und die winzigen Unterschiede erzeugen die typische langsame Schwebung, die den Klang lebendig macht.

Inharmonizität und Stretch-Stimmung

Stahlsaiten sind steif, daher liegen ihre Obertöne etwas höher als die ganzzahligen Vielfachen des Grundtons (Inharmonizität), vor allem bei kurzen Saiten. Deshalb „weiten“ Klavierstimmer die Oktaven (Stretch Tuning): Die Höhen werden leicht aufsteigend, die Bässe leicht absteigend gestimmt.

Resonanzboden, Deckel und Resonanzen

Die Schwingung gelangt über den Steg zum Resonanzboden, der den Klang abstrahlt; der offene oder geschlossene Deckel verändert Richtung und Brillanz. Bei angehobenem Pedal schwingen alle Saiten durch Mitschwingen mit; auch die nicht angeschlagenen Saitenabschnitte (Duplex Scale) fügen einen feinen Hof hinzu.

Die physikalische Modellierung

Piano V gibt keine Samples wieder: Es berechnet in Echtzeit mit physikalischen Gleichungen den Hammeraufprall (Härte, Position), die Saitenschwingung (Stimmung, Detune zwischen den Saiten, Stretch, Alter), die Resonanzen (Resonanzboden, Mitschwingen, Duplex), die mechanischen Geräusche und die Mikrofonabnahme. Deshalb kann jeder Parameter über die realen Grenzen hinaus getrieben werden, bis hin zu unmöglichen Instrumenten wie Glass Grand oder Metal Grand.

Charakter und Klang

Vollständiges Klavier, mit dem gesamten Umfang von 27,5 Hz (A0) bis 4186 Hz (C8) an Grundtönen und Obertönen bis über 10 kHz: Es ist eines der „breitesten“ Instrumente im Spektrum und muss deshalb im Mix oft ausgedünnt werden. Das Timbre ändert sich stark mit der Dynamik (piano = dunkel und weich, forte = brillant und metallisch) und mit dem Register (Bässe reich an Inharmonizität, Höhen kristallklar und kurz). Die Flügel haben langes Sustain, tiefe Bässe und weniger Inharmonizität; die Klaviere sind intimer, holziger und direkter, mit stärker ausgeprägten Mitten. Stärken der physikalischen Modellierung: dynamische Kontinuität ohne „Stufen“ zwischen Sample-Layern, echte Mitschwing- und Pedalresonanzen, die Möglichkeit, Hämmer, Saiten, Deckel und Mikrofone auf eine Weise zu verändern, die an einem echten Klavier unmöglich ist, minimaler Speicherbedarf. Grenzen: Im Vergleich zu großen Sample-Libraries klingen manche Modelle im Fortissimo etwas „synthetischer“, und die Qualität hängt stark von der Kalibrierung des MIDI-Keyboards ab. Gegenüber den E-Pianos (Stage-73, Wurli) ist es im Frequenzumfang deutlich breiter und weniger „gefärbt“.

Architektur

Original (modernes akustisches Klavier)

  • 88 Tasten (A0–C8), Doppelrepetitionsmechanik bei den Flügeln, Klaviermechanik bei den Pianinos.
  • Saiten: einzeln in den Bässen (umsponnen), doppelt und dreifach im mittleren und hohen Bereich; Gussrahmen, Resonanzboden aus Fichte.
  • Dämpfer auf fast der gesamten Tastatur (die letzten hohen Noten, etwa anderthalb Oktaven, haben keinen Dämpfer).
  • Pedale: Una Corda/Soft (verschiebt die Mechanik oder nähert die Hämmer an), Tonhaltepedal/Sostenuto (hält nur die bereits gedrückten Noten), Dämpferpedal/Sustain.
  • Akustischer Weg: Taste → Hammer → Saiten → Steg → Resonanzboden → Deckel und Raum → Mikrofone.

Arturia Piano V3

  • 12 Modelle: American Grand, German Grand, Japanese Grand, Pop Grand, Classical Upright, Jazz Upright, Pop Upright, Piano-bar Upright, Plucked Grand, Tack Upright, Glass Grand, Metal Grand.
  • Hauptpanel mit 6 Schnellreglern (Brightness, Timbre, Dynamics, Stereo Width, Reverb, Volume) und Limiter.
  • Panel Model: Action (Hammer Hardness, Hammer Position, Dynamics, Release Time), Strings (Tuning 400–480 Hz, Unison Detune, Stretch Tuning, Age), Acoustics (Lid Position in 3 Stellungen, Soundboard, Sympathetic und Duplex Scale Resonance), Noises (Hammer, Key Release, Sustain Pedal), Mics (Setup Classical/Home/Pop/Mono für die Flügel und Classical/Jazz/Mono für die Klaviere, Stereo Width, Ambient Mics), Keyboard (Velocity Curve mit bis zu 16 Punkten und geführte Kalibrierung).
  • Panel Effects: parametrischer 3-Band-EQ nach dem Vorbild der Pultec-Geräte, Compressor, Preamp (Harmonics, Overdrive Gain), Faltungshall mit 13 Räumen.
  • Anklickbare Pedale Soft, Sostenuto und Sustain, 4 Makros, Unterstützung für Mikrotonalität per MTS-ESP, MIDI Learn.

Die Regler, einer nach dem anderen

Piano model (Hauptpanel)

Selettore modello
Pfeile oder Menü zur Wahl unter den 12 Modellen (Charakter jeweils als Richtwert): American Grand (voll und ausgewogen), German Grand (rund und tief), Japanese Grand (klar und brillant, hervorragend für Jazz und Pop), Pop Grand (sehr brillant und „mixfertig“), Classical Upright, Jazz Upright, Pop Upright, Piano-bar Upright (Klaviere, die der Reihe nach direkter und rauer werden), Plucked Grand (gezupfte Saiten), Tack Upright (Hämmer mit Metallstiften, Honky-Tonk), Glass Grand und Metal Grand (unmögliche Modelle mit veränderten Materialien).

Quick Edit Controls

Brightness
Wirkt auf die Filzhärte der Hämmer und damit auf die allgemeine Brillanz: nach links warm und intim, nach rechts schmetternd.
Timbre
Makro für Alter, Stimmung und mechanische Geräusche: im Uhrzeigersinn gedreht „altert“ und verschleißt das Klavier (nützlich für Lo-Fi und Vintage-Farben).
Dynamics
Dynamischer Umfang relativ zur Velocity: niedrig = nahezu konstante Lautstärke (nützlich in dichten Mixes), hoch = volle Ausdruckskraft (mit dem Limiter kombinieren).
Stereo Width
Von schmalem, fokussiertem Bild bis zu weitem, umhüllendem Stereo.
Reverb
Menge des Faltungshalls (entspricht dem Dry/Wet des Effektpanels).
Volume
Ausgangspegel.
Limiter (L)
Sicherheits-Limiter gegen Spitzen und Übersteuerungen: Bei normalen Einstellungen greift er nicht in den Klang ein.

Pedale (untere Leiste)

Soft
Una-Corda-Pedal: weicherer, dunklerer Klang, auch nützlich, um in Pianissimo-Passagen die Farbe zu variieren.
Sostenuto
Hält nur die Dämpfer der Noten angehoben, die im Moment der Betätigung gedrückt sind: gehaltene Bässe, während die rechte Hand staccato spielt.
Sustain
Dämpferpedal: hebt alle Dämpfer an und aktiviert die Mitschwingresonanz.

Advanced — Model: Action

Hammer Hardness
Zustand des Filzes: weich = wenige Obertöne im Piano; hart = Obertöne auch bei leisem Spiel, typisch für alte Klaviere oder Pop-Klaviere.
Hammer Position
Anschlagpunkt: niedrige Werte (nahe am Saitenende) brillanter, hohe Werte (zur Mitte hin) dunkler und hohler.
Dynamics
Derselbe Regler wie im Hauptpanel: Umfang der dynamischen Reaktion.
Release Time
Auf 12 Uhr ist es realistisch; links abruptes Release, rechts sehr langes Release (fast als wäre das Pedal immer unten). Wirkt nicht auf die letzte anderthalb Oktaven, die keine Dämpfer haben.

Advanced — Model: Strings

Tuning
Allgemeine Stimmung von 400 bis 480 Hz (Referenz a1 = 440 Hz).
Unison Detune
Verstimmung zwischen den Saiten derselben Note (wirkt nicht auf Noten mit Einzelsaite): wenig = Wärme und natürlicher Chorus; viel = Honky-Tonk.
Stretch Tuning
Wie stark die Höhen gegenüber den Bässen aufsteigend gestimmt sind, so wie es ein Stimmer tut, um die Inharmonizität auszugleichen; höher = „aufrechter“ im Klavierklang.
Age
Lässt das Instrument altern: Verlust von Stimmung, Brillanz und Stabilität; nützlich, um sich im Mix abzuheben.

Advanced — Model: Acoustics

Lid Position
Deckel geschlossen, halb offen oder offen: geschlossen = dunkler und gebündelter, offen = brillanter und weiter projiziert.
Soundboard Resonance
Resonanz des Resonanzbodens: höher = längeres Sustain.
Sympathetic Resonance
Resonanz der nicht gespielten Saiten (vor allem Oktaven), wenn die Dämpfer angehoben sind: gibt Tiefe und „Hof“.
Duplex Scale Resonance
Lautstärke der Resonanz der nicht gespielten Saitenabschnitte (zwischen Stimmwirbeln und Rahmen, zwischen Steg und Rahmen): von zusätzlicher Brillanz bis zu einem metallischen Lo-Fi-Hof.

Advanced — Model: Noises

Hammer
Aufprallgeräusch des Hammers („Thunk“), in den Höhen deutlicher.
Key Release
Geräusch der zurückkehrenden Hämmer beim Loslassen.
Sustain Pedal
Geräusch und Resonanz der Dämpfer, die sich mit dem Pedal anheben.

Advanced — Model: Mics

Mic Setup
Flügel: Classical (entferntes, natürliches Paar), Home (Heimaufnahme), Pop (nahe Mikrofone im Inneren des Klaviers, sehr definiert), Mono. Klaviere: Classical, Jazz, Mono.
Stereo width
Von Mono bis weites Stereo: in dichten Mixes besser nahe der Mitte oder leicht verengt.
Ambient Mics
Mischung der Raummikrofone in einigen Metern Entfernung: fügt Raum und Realismus ohne Hall hinzu.

Advanced — Model: Keyboard

Velocity Curve
Editor mit bis zu 16 Punkten (mindestens 2): erster und letzter Punkt bewegen sich nur vertikal; Werkskurven und Speichern eigener Kurven.
Calibrate
Geführtes Verfahren, bei dem du in verschiedenen Stärken spielst: Piano V ermittelt die zu deinem Keyboard und deinem Anschlag passende Kurve. Als Erstes durchführen.

Advanced — Effects

Equalizer — Bass / Mid / High
Analoger EQ nach dem Vorbild der Pultec-Geräte: Bass und High als Shelving, Mid als Glocke; On/Off zum Vergleich.
Equalizer — Freq
Frequenz jedes Bandes (mit Anzeige in Hz); die Punkte lassen sich auch im Diagramm ziehen.
Equalizer — Width
Breite (Q): links breites Band, rechts schmales für chirurgische Eingriffe.
Compressor — Threshold, Ratio, Attack, Release, Make Up
Kompressor mit Bypass: Schwelle, Verhältnis, Ansprech- und Rückstellzeit, Make-up-Verstärkung.
Preamp — Harmonics
Fügt Obertöne hinzu (Band- oder Röhrencharakter), damit das Klavier im Mix „sitzt“.
Preamp — Overdrive Gain
Stärkere Verzerrung, für Rock- oder Lo-Fi-Klaviere.
Reverb — Room selector
13 Faltungsräume.
Reverb — Pre-Delay
Verzögerung vor dem Hall: 20–40 ms halten den Anschlag klar.
Reverb — Size
Größe des Raums und damit Länge des Nachhalls.
Reverb — Decay
Wie schnell die Höhen im Nachhall verklingen: auf Minimum dunkler Nachhall, auf Maximum über die gesamte Dauer brillant.
Reverb — Dry/Wet
Mischung; ein guter Ausgangspunkt liegt zwischen 9 und 12 Uhr.

Sounddesign-Tipps

  • Kalibriere zuerst: Bei physikalischer Modellierung ist die Velocity entscheidend; führe Calibrate aus und feile an der Velocity Curve, bis sowohl Pianissimo als auch Fortissimo mühelos erreichbar sind.
  • Brillanz physikalisch, nicht per EQ: Um den Charakter zu ändern, nutze zuerst Hammer Hardness, Hammer Position und Lid Position; der EQ dient danach zur Anpassung an den Mix.
  • Frequenzbereiche im Mix: Unter 80–100 Hz konkurriert das Klavier mit Bass und Bassdrum (sanfter Hochpass bei Pop-Stücken); 200–400 Hz ist der „boxige“ Bereich, den du um 2–3 dB absenken kannst, wenn der Klang diffus ist; 2–5 kHz gibt dem Anschlag Definition; oberhalb von 8–10 kHz liegt die Luft.
  • Klavier und Gesang: Bei prominenter Stimme verringere die Stereo Width, senke Dynamics und dämpfe 1–3 kHz leicht; bei einer sparsamen Klavier-Gesang-Begleitung lass dagegen Dynamik und Stereobild weit.
  • Register und Arrangement: Vermeide in der linken Hand Terzen und enge Akkorde unter C3 (sie werden zu Matsch); verwende Oktaven, Quinten oder Einzeltöne.
  • Pedal: Die Sympathetic Resonance klingt schön, staut aber Energie an; reduziere in dichten Stücken Sympathetic und das Sustain-Pedal-Geräusch oder wechsle das Pedal häufiger.
  • Unison Detune und Stretch: Ein Hauch Unison Detune macht das Klavier wärmer; zu viel erzeugt den Saloon-Effekt. Ein hoher Stretch hilft dem Klavier, in den Höhen zu „glänzen“, kann aber mit perfekt gleichstufig gestimmten Synths kollidieren.
  • Mikrofone: Pop-Setup für moderne Stücke (Anschlag und Definition), Classical für akustische Musik; Ambient Mics anstelle des Halls für einen trockeneren Realismus.
  • Kompression: mittellanger bis langsamer Attack (10–30 ms), um die Transienten nicht zu erdrücken, Ratio 2:1–3:1; für Piano House höhere Ratio und kurzes Release.
  • Lo-Fi: Age, Timbre und weiche Hämmer, geschlossener Deckel und ein Tiefpass bei etwa 5–7 kHz ergeben das intime „Felt Piano“; füge Rauschen und Sättigung mit dem Preamp hinzu.
  • Häufige Fehler: zu viel Hall, der das Klavier aus dem Mix entfernt, extrem breites Stereobild, das das Klavier unter der Stimme „verschmiert“, das Limiter vergessen, wenn Dynamics am Anschlag ist.

Presets zum Nachbauen

Konzertflügel

Klassisches Klavier / Solo · Soloklavier, Konzert- und neoklassisches Repertoire

Weiter, natürlicher Flügel für Klassik, Neoklassik und Soloklavier.

  1. Modell: German Grand oder American Grand.
  2. Lid Position: offen.
  3. Hammer Hardness 45 %, Hammer Position in der Mitte, Dynamics 80 %.
  4. Stretch Tuning 50 %, Unison Detune 20 %, Age 0.
  5. Sympathetic Resonance 50 %, Soundboard 50 %.
  6. Mics: Classical, Stereo width 60 %, Ambient Mics 30 %.
  7. Reverb: großer Saal, Pre-Delay 25 ms, Dry/Wet auf 10 Uhr.
  8. Limiter aktiv.
  9. Hüllkurve: Attack und Release sind die natürlichen des Instruments, ohne zusätzliche Hüllkurven.
  10. Modulationen: keine periodische Modulation über die angegebenen hinaus.
  11. Glide: kein Portamento.

Brillante Pop-Ballade

Pop-Begleitung · Moderner Pop und Singer-Songwriter

Definiertes, brillantes Klavier, das über dem Playback steht, ohne die Stimme zu verdecken.

  1. Modell: Pop Grand oder Japanese Grand.
  2. Brightness 65 %, Dynamics 55 %.
  3. Mics: Pop, Stereo width 45 %, Ambient Mics 10 %.
  4. Equalizer: Bass -2 dB bei 100 Hz, Mid -2 dB bei 300 Hz, High +2 dB bei 8 kHz.
  5. Compressor: Threshold -18 dB, Ratio 3:1, Attack 20 ms, Release 150 ms.
  6. Reverb: mittlerer Raum, Dry/Wet auf 9 Uhr.
  7. Spiele Akkorde in mittlerer bis hoher Lage und lass die linke Hand in Oktaven.
  8. Modulationen: keine periodische Modulation über die angegebenen hinaus.
  9. Glide: kein Portamento.

Jazz-Trio-Klavier

Jazz-Comping · Akustisches Jazz-Trio

Warmes, holziges Klavier für Comping und Soli im akustischen Kontext.

  1. Modell: Jazz Upright (oder Japanese Grand für einen weiteren Klang).
  2. Hammer Hardness 40 %, Dynamics 85 %.
  3. Lid Position: halb offen.
  4. Mics: Jazz, Stereo width 50 %, Ambient Mics 25 %.
  5. Noises: Hammer 30 %, Key Release 25 %.
  6. Reverb: kleiner Club, Dry/Wet auf 9 Uhr.
  7. Voicings ohne Grundton (Rootless) in der linken Hand.
  8. Modulationen: keine periodische Modulation über die angegebenen hinaus.
  9. Glide: kein Portamento.

Honky-Tonk-Saloon

Ragtime / Boogie · Ragtime, Country, Saloon

Verstimmtes, metallisches Saloon-Klavier.

  1. Modell: Tack Upright.
  2. Unison Detune 60–70 %, Stretch Tuning 60 %, Age 30 %.
  3. Hammer Hardness 75 %.
  4. Lid Position: geschlossen.
  5. Mics: Mono oder Classical mit Stereo width 30 %.
  6. Preamp: Harmonics 30 %.
  7. Reverb: kleiner Raum, Dry/Wet niedrig.
  8. Spiele Stride oder Boogie mit wechselndem Bass.
  9. Hüllkurve: Attack und Release sind die natürlichen des Instruments, ohne zusätzliche Hüllkurven.
  10. Modulationen: keine periodische Modulation über die angegebenen hinaus.
  11. Glide: kein Portamento.

Lo-Fi-Filzklavier

Lo-Fi- / Chillhop-Akkorde · Lo-Fi-Hip-Hop, Klavier mit Filz

Gedämpftes, intimes, gebrauchtes Klavier für Lo-Fi-Hip-Hop und intimen Ambient.

  1. Modell: Classical Upright oder Pop Upright.
  2. Brightness 25 %, Timbre 55 %.
  3. Hammer Hardness 20 %, Hammer Position zur Mitte hin.
  4. Lid Position geschlossen; Age 40 %.
  5. Noises: Hammer 50 %, Key Release 50 %, Sustain Pedal 60 %.
  6. Equalizer: High -6 dB bei 6 kHz, Bass +1 dB bei 120 Hz.
  7. Preamp: Harmonics 40 %, Overdrive Gain 10 %.
  8. Dynamics 40 %; leise gespielte Septim- und Nonenakkorde.
  9. Modulationen: keine periodische Modulation über die angegebenen hinaus.
  10. Glide: kein Portamento.
  11. Effekte: ein leichter Room-Hall (Dry/Wet 10–15 %).

Glass Ambient

Pad / Textur · Ambient, Soundtracks

Unwirkliches, kristallines Klavier für Soundtracks und Ambient.

  1. Modell: Glass Grand (oder Metal Grand für einen dunkleren Charakter).
  2. Sympathetic Resonance 80 %, Duplex Scale Resonance 60 %, Soundboard 80 %.
  3. Release Time auf 3 Uhr (lange Ausklänge).
  4. Mics: Classical, Stereo width 80 %, Ambient Mics 50 %.
  5. Reverb: großer Raum, Size hoch, Decay hoch, Pre-Delay 40 ms, Dry/Wet auf 1 Uhr.
  6. Sustain-Pedal immer gedrückt; Einzeltöne und weite Intervalle.
  7. Modulationen: keine periodische Modulation über die angegebenen hinaus.
  8. Glide: kein Portamento.

Love Lockdown — gehämmertes Klavier

Keys · Kanye West — Love Lockdown (2008)

Das trockene, gehämmerte Klavier mit einem Riff im Stil von Piano House, das Love Lockdown zusammen mit der Roland TR-808 und den Taiko-Trommeln des Refrains trägt. Im Original ist der Song auf Klavier und 808 aufgebaut; hier mit dem Piano V.

  1. Modell: Pop Grand (oder Pop Upright für ein härteres Timbre).
  2. Action: Hammer Hardness 70 %, Hammer Position zur kurzen Saite hin (brillanter), Dynamics 45 % (nahezu konstante Lautstärke), Release Time auf 10 Uhr (kurze Noten).
  3. Strings: Unison Detune 15 %, Stretch Tuning 50 %, Age 0.
  4. Acoustics: Lid Position offen, Soundboard Resonance 40 %, Sympathetic Resonance 20 %.
  5. Mics: Pop (nahe Mikrofone), Stereo Width 50 %.
  6. Pedale: Sustain nicht benutzt; repetierte Akkorde in Achteln oder Vierteln mit hoher, konstanter Velocity.
  7. Equalizer: Hochpass bei 120 Hz, um Platz für die 808 zu lassen, +2/+3 dB zwischen 2 und 4 kHz; Compressor 4:1, Attack 5 ms.
  8. Reverb: kurzer Raum (0,8–1 s), Dry/Wet auf 8 Uhr.
  9. Modulationen: keine periodische Modulation über die angegebenen hinaus.
  10. Glide: kein Portamento.

In Genres und Aufnahmen

  • Klassik und zeitgenössische Musik: American oder German Grand mit Classical-Mikrofonen, offenem Deckel und voller Dynamik.
  • Jazz (Trio, Solo, Bebop, modal): Japanese Grand oder Jazz Upright, große Dynamik und moderate Raumanteile.
  • Pop, Singer-Songwriter und Balladen: brillanter, komprimierter Pop Grand, enges Stereobild, um der Stimme Platz zu lassen.
  • Rock, Piano Rock und Boogie: Pop Upright oder Piano-bar Upright, harter Anschlag.
  • Gospel, Soul, R&B und Neo-Soul: volle Akkorde, Sustain-Pedal und Sympathetic Resonance.
  • House, Piano House und Dance der 90er: brillanter, komprimierter Pop Grand mit EQ in den Höhen für die Stabs.
  • Hip-Hop, Lo-Fi und Chillhop: gealterte Klaviere, geschlossener Deckel, weiche Hämmer, hohes Alter.
  • Honky-Tonk, Ragtime, Country und Saloon: Tack Upright mit Unison Detune.
  • Ambient, Neoklassik, Soundtracks: lange Resonanzen, große Hallräume, Glass und Metal Grand für unwirkliche Farben.
  • Lateinamerikanische Musik (Salsa, Montuno, Bossa): brillantes, perkussives Klavier.

Quellen

Genres, die den Piano V nutzen