Genre148–155 BPM7 Akkordfolgen

Hardstyle

Geschichte und Charakter

Hardstyle entsteht zwischen Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre in den Niederlanden, in Belgien und in Italien, aus dem Zusammentreffen von Techno, New Beat und Hardcore (mit Hard House und Hard Trance als nahen Einflüssen). Wikipedia betont, dass sich der genaue Ursprung nicht präzise bestimmen lässt. Der deutsche DJ Scot Project, der mit Hard Trance verbunden ist, wird als großer Einfluss für den „Reverse Bass“ genannt. Um 2002 sind die wichtigsten niederländischen Labels Fusion Records (DJ Zany) und Scantraxx (Dov Elkabas); der Veranstalter Q-dance produziert Qlubtempo (2000, Zaandam, die erste als Hardstyle bezeichnete Veranstaltung), Qlimax (ab 2000–2001, vor allem im GelreDome in Arnheim, rund 30.000 Menschen pro Ausgabe; 2024 aus Kosten- und Qualitätsgründen beendet) und Defqon.1 (ab 2003 in Biddinghuizen, vier Tage Ende Juni, das am längsten laufende noch aktive Hardstyle-Festival). In Italien gibt es eine bedeutende historische Szene (Künstler und Labels aus dem italienischen Raum werden von Fans oft genannt, hier aber nicht überprüft).

Das besondere Element ist die Bassdrum: kräftiger Overdrive, so „gestimmt“, dass sie die Basslinie bildet, mit dem Reverse Bass (ein verzerrter Bass auf dem Offbeat innerhalb desselben Schlags) in der frühen Phase und den Screeches (dissonante Synthesizer) im Early und im Raw. Der moderne Sound fügt Synth-Melodien, Verzerrung und Vokal-Samples hinzu. Seit den 2010er-Jahren definieren sich zwei Hauptströmungen: der Euphoric Hardstyle (etwa seit 2010) mit emotionalen Melodien und starkem Einsatz von Pitch-Shifts der Bassdrum und der Rawstyle (ebenfalls etwa seit 2010), dunkler, mit wenig oder keiner Melodie und vielen Screeches, der aus Mainstream-Hardcore, Gabber und Early Hardstyle schöpft. Es gibt außerdem den Dubstyle (Anfang der 2010er), eine Fusion mit Dubstep.

Referenzkünstler: Headhunterz, Wildstylez, Noisecontrollers, Brennan Heart, Showtek (Hardstyle-Phase), Zatox, Technoboy, The Prophet, Coone, Da Tweekaz, D-Block & S-te-Fan, Sub Zero Project, Ran-D, Radical Redemption, Phuture Noize, Sound Rush, Warface. Große Events: Defqon.1, Qlimax, Decibel, Intents, Hard Bass. „Blame It on the Music“ (Headhunterz & Wildstylez, 2009), „Lose My Mind“ (Brennan Heart & Wildstylez, 2012) und „Dragonborn“ (Headhunterz, 2012, auf dem Skyrim-Thema aufgebaut) sind Symboltitel des Euphoric.

Tonleitern und Tonarten

Hardstyle ist Moll: Äolisch für die euphorischen Folgen, harmonisches Moll für das Epische, Phrygisch und Chromatik für das Raw. Die Bassdrum selbst ist auf die Tonika gestimmt. Beispiele in fis-Moll (Bassdrum mit Ausklang auf Fis1 = 46,25 Hz, sehr verbreitet) und g-Moll.

Natürliches Moll (Äolisch)

  • Formel: 1 2 b3 4 5 b6 b7. T S T T S T T.
  • Auf Fis: F# G# A B C# D E.
  • Charakteristische Töne: b6 (D) und b7 (E).
  • Akkorde: i F#m, ii° G#°, III A, iv Bm, v C#m, VI D, VII E. Septakkorde: F#m7, G#m7b5, Amaj7, Bm7, C#m7, Dmaj7, E7.
  • Einsatz: die Basis des Euphoric: i–VI–III–VII (F#m–D–A–E), VI–VII–i, Supersaw-Leads mit Oktavsprüngen und Abstiegen b6–5.
  • Hörbeispiel: die euphorischen Climaxes von Headhunterz und Wildstylez.
  • Häufige Fehler: Melodien, die Töne außerhalb des Tons der Bassdrum verwenden (der Ausklang der Bassdrum ist ein Ton: Die Melodie muss damit harmonieren).

Harmonisches Moll

  • Formel: 1 2 b3 4 5 b6 7. T S T T S T½ S.
  • Auf Fis: F# G# A B C# D E# (E# = F).
  • Charakteristischer Ton: der Leitton E# und die übermäßige Sekunde D–E#: episch, „neoklassisch“.
  • Akkorde: i F#m, ii° G#°, III+ A+, iv Bm, V C#, VI D, vii° E#°.
  • Einsatz: epische Leads und V–i-Kadenzen im Climax; Trance-Arpeggien.
  • Hörbeispiel: „Dragonborn“ (Headhunterz, 2012), aufgebaut auf dem epischen Skyrim-Thema.

Phrygisch

  • Formel: 1 b2 b3 4 5 b6 b7. S T T T S T T.
  • Auf Fis: F# G A B C# D E.
  • Charakteristischer Ton: b2 (G).
  • Akkorde: i F#m, bII G, III A, iv Bm, v° C#°, VI D, vii Em.
  • Einsatz: Rawstyle und Early: Screeches und Halbton-Zellen; gepitchte Kick, die im Halbton fällt.

Dorisch (hellerer Euphoric)

  • Formel: 1 2 b3 4 5 6 b7. Auf G: G A Bb C D E F. Akkorde: i Gm, ii Am, III Bb, IV C, v Dm, #vi° E°, VII F.
  • Einsatz: IV-Dur als emotionale Öffnung in den Breakdowns.

Dur (Euphoric „Happy“)

  • Formel: 1 2 3 4 5 6 7. Auf A: A B C# D E F# G#. Akkorde: I A, ii Bm, iii C#m, IV D, V E, vi F#m, vii° G#°.
  • Einsatz: „positive“ Breakdowns und Climaxes, IV–V–vi.

Wie man wählt

  • Euphoric: Äolisch mit harmonischer V im Climax.
  • Episch: harmonisches Moll.
  • Raw: Phrygisch und Chromatik, fast keine Harmonik.
  • Faustregel: Wähle die Tonika für die Bassdrum (F–A, 43–55 Hz Ausklang) und schreibe die Melodie in derselben Tonart.

Harmonik

  • Harmonische Breakdowns: Trance-Moll-Progressionen (i–VI–III–VII, VI–VII–i), gespielt von Pad, Piano, Streichern und Supersaw; ein Akkord pro Takt (bei 150 BPM = 1,6 s) oder pro 2 Takte.
  • Kick-Section: Harmonik „in der Bassdrum“: Der Ausklang der Kick ist auf die Tonika gestimmt oder folgt den Grundtönen (im modernen Euphoric wird die Kick Akkord für Akkord gepitcht).
  • Climax: Supersaw-Lead mit der vollständigen Progression über der Bassdrum, oft mit V-Dur (harmonisches Moll) am Ende der Phrase.
  • Anti-Climax (vor allem Raw): nach dem melodischen Breakdown ein Drop ohne Melodie mit Screech und Kick.
  • Voicing: sehr breite Supersaws, Akkorde über 3 Oktaven, epische Chöre; im Drop kein Grundton in den Synthesizern (ihn trägt die Bassdrum).
  • Modulationen: selten; manchmal Anhebung um einen Halbton im letzten Climax.

Typische Akkordfolgen

NameTonartAkkordeStufenSo setzt du es ein
Euphoricfis-MollF#m D A Ei VI III VIIDer Turnaround der euphorischen Climaxes: ein Takt pro Akkord, Supersaw und Stimme.
Harmonischer Climaxfis-MollF#m D E C#i VI VII VDie Dur-Dominante (C#) spannt die Phrase vor der Rückkehr der Kick.
VI–VII–ifis-MollD E F#m F#mVI VII i iEröffnung des Climax: Die Tonika kommt mit dem Impact beim dritten Akkord.
Episch harmonischg-MollGm Eb Cm Di VI iv VFilmischer Breakdown mit Streichern und Chören.
Raw Phrygischfis-MollF#m Gi bIIHalbton für Screech und gepitchte Kick.
Dorisches Lichtg-MollGm C Eb Fi IV VI VIIDas IV-Dur erhellt den Breakdown.
Happy EuphoricA-DurD E F#m AIV V vi I„Positive“ Climaxes.

Rhythmus und Groove

  • Four on the floor bei 150 (148–155), gerades Raster, kein Swing.
  • Die lange, verzerrte Bassdrum füllt fast den ganzen Raum zwischen zwei Vierteln (bei 150 BPM ist ein Viertel = 400 ms: Der Ausklang der Kick dauert 250–380 ms).
  • Reverse Bass (Early): ein verzerrter Bassschlag auf dem Offbeat nach jeder Bassdrum.
  • Kick Roll und „Kick Pattern“: Varianten wie Bassdrum in Achteln auf den letzten Vierteln, „Dreischlag“-Bassdrum in den Drops, synkopierte Patterns im Raw.
  • Breakdown im halben Tempo oder ohne Bassdrum.

Schlagzeug

Konvention: 16 Sechzehntel; Viertel auf 1, 5, 9, 13; Offbeat auf 3, 7, 11, 15. Referenzrhythmus r-hardstyle.

Rolle der Bassdrum (Kick)

  • Sechzehntel 1, 5, 9, 13. Die Hardstyle-Kick hat drei Teile:
  • Punch/Attack (erste 10–30 ms): Klick und Transient, oft ein separater Layer (909-Bassdrum oder Sample), 2–6 kHz.
  • Crunch/Körper (20–100 ms): der verzerrte Teil, 100–500 Hz, reich an Obertönen, mit fallender Pitch-Hüllkurve.
  • Tail/Ausklang (100–380 ms): auf die Tonika gestimmter Ton (z. B. Fis1 = 46,25 Hz oder eine Oktave höher 92,5 Hz als Hauptoberton), verzerrt und gefiltert; das ist der „Bass“.
  • Im modernen Euphoric wird der Ausklang Akkord für Akkord gepitcht (Pitch-Shift der Kick).

Reverse Bass (808-Spur von r-hardstyle)

  • Sechzehntel 3, 7, 11, 15: ein verzerrter Bassschlag auf dem Offbeat, ursprünglich durch Umkehren des Kick-Ausklangs oder mit einem Synthesizer erzeugt; typisch für den Early Hardstyle (2000er-Jahre).

Clap und Snare

  • Sechzehntel 5 und 13: trockener, brillanter Clap, oft mit kurzem Reverb; im Raw manchmal abwesend.

Hi-Hat, Ride und Percussion

  • Open Hat auf dem Offbeat (3, 7, 11, 15), Ride in Achteln oder Sechzehnteln im Climax, Crash alle 8 Takte; minimale Percussion.

Dynamik und Groove

  • Gleichmäßige Velocity; die gesamte Dynamik liegt zwischen den Abschnitten (Kick-Section vs. Breakdown).

Zusammenspiel mit Bass und Melodie

  • Die Kick ist der Bass: kein separater Bass darunter oder nur ein leichter Sub in den Breakdowns. Lead und Pad werden von der Kick per Sidechain gesteuert (oder per Volume Shaping geschnitten), um den Impact nicht zu verlieren.

Wie sich das je Abschnitt ändert

  • Intro: Kick und Percussion oder Erzählung (Spoken Intro).
  • Kick-Section: Kick + Clap + Hat + Lead/Screech.
  • Breakdown: keine Kick; Pad, Piano, Stimme, Streicher.
  • Build/Anti-Climax: Kick Roll (Achtel → Sechzehntel), Snare Roll, Riser.
  • Climax: Kick + vollständiger Supersaw-Lead.

Fills und Übergänge

  • Kick Roll in Achteln und Sechzehnteln mit ansteigendem Pitch, Snare Roll, Reverse Kick, „Kick Drop“ (Stille von 1 Viertel und Rückkehr der Kick mit Impact).

Klangauswahl

  • Designte (Layer aus Punch + Crunch + Tail) und gestimmte Kicks; brillante Claps; lange Crashes.

Typische Fehler

  • Kick nicht auf die Tonart gestimmt; zu langer Ausklang, der sich mit der nächsten Kick überlagert (Klick und „Matsch“); zu lauter Clap; zu viele Elemente unter 200 Hz neben der Kick.

Bass

  • Die Kick ist der Bass: Der gestimmte Ausklang der Bassdrum trägt den Grundton; im modernen Euphoric folgt er den Grundtönen der Akkorde (Pitch des Ausklangs automatisiert).
  • Reverse Bass (Early): verzerrter Offbeat-Bass nach jeder Kick, auf die Tonika gestimmt.
  • Sub in den Breakdowns: langer Sinus unter Pad und Piano.
  • Stimmung: Tonika zwischen F1 und A1 (43,65–55 Hz); viele Kicks haben den „wahrgenommenen Ton“ dank der Verzerrung eine Oktave höher (87–110 Hz).
  • Töne: Tonika und Grundtöne; im Raw Halbtöne und Glissandi des Ausklangs.

Harmonieinstrumente

  • Geschichtete Supersaws (Lead und Climax-Akkorde), epische Pads und Streicher in den Breakdowns, Piano in Intros und Breakdowns, Chöre.
  • Weite Voicings im mittleren bis hohen Register; im Climax liegen die Akkorde über 200 Hz, um die Kick nicht zu berühren.

Melodie und Gesang

  • Euphorische Leads im Trance-Stil (Supersaw) mit Phrasen von 4–8 Takten, Oktav- und Quintsprüngen, Einsatz des Leittons im Climax.
  • Screech: verzerrte, dissonante Synthesizer (Early und Raw).
  • Stimmen: epische und erzählte (Spoken Intro), gesungene weibliche Stimmen im Euphoric, MC bei Live-Auftritten.
  • Backing Vocals: epische Chöre in den Climaxes.
  • Effekte: große Reverbs, punktiertes Delay 1/4, Pitch-Shift.

Instrumente

  • Synthetische und verzerrte Kicks (Layer), Clap, Open Hat, Ride, Crash; Supersaw, Pad, Streicher, Piano, Chöre; Virtual-Analog-Synthesizer für Screech; erzählte und gesungene Stimme; filmische FX.

Drum-Patterns

Synthesizer und Sounds

  • OP-Xa V — Supersaw-Lead: Weites Unison und Detune für euphorische Leads und Akkorde; Filter offen, Release 300–500 ms; Layer eine Oktave höher.
  • Korg MS-20 V — Screech: Resonante Hoch- und Tiefpassfilter mit maximalem Drive, Pitch-Hüllkurve und schnellem LFO: Screech für Early und Raw.
  • Mini V — Kick-Ausklang und Reverse Bass: Sinus/Dreieck mit schneller Pitch-Hüllkurve (von +24/+36 Halbtönen auf die Tonika in 30–80 ms) und Decay 300 ms, danach externe Verzerrung: Grundlage für einen Kick-Ausklang oder einen Reverse Bass.
  • Augmented Strings — Epische Streicher: Filmische Streicher für Intro und Breakdown.
  • Augmented Voices — Epische Chöre: Chöre für die euphorischen Climaxes.
  • Piano V — Piano: Emotionale Breakdowns.

Songaufbau

Phrasen von 8 und 16 Takten; bei 150 BPM dauern 32 Takte 51 Sekunden. Typische Dauer 4–5 Minuten (Radio Edit 3:00–3:30).

AbschnittTakteWas passiert
Intro16–32Kick und Percussion, oft Erzählung
Kick-Section 116–32Kick + Clap + Lead oder Screech
Breakdown32Melodie, Stimme, Piano, Streicher; keine Kick
Build / Anti-Climax16Kick Roll, Snare Roll, Riser; im Raw Drop ohne Melodie
Climax32Kick + vollständiger Supersaw-Lead + Chöre
Kick-Section 216Variation von Kick und Screech
Outro16Kick und Percussion

Mixing und Mastering

Klangziel

  • Die Kick dominiert alles: Sie belegt Bass und tiefe Mitten, der Rest wird per Sidechain gesteuert oder um sie herum geschnitten. Breite, brillante Leads, klare Stimme in den Breakdowns. Sehr hohe Lautheit.
  • Referenzen: Headhunterz, Brennan Heart, Sub Zero Project, D-Block & S-te-Fan.

Kick

  • Separate Layer: Punch (Hochpass 200 Hz, +3 dB bei 3–5 kHz), Crunch (Verzerrung: Fruity Blood Overdrive, Distructor, FabFilter Saturn; EQ −3 dB bei 300–500 Hz, wenn sie „pappig“ klingt), Tail (Tiefpass 1–3 kHz, gestimmt).
  • Kick-Bus: EQ (Hochpass 25 Hz, +2 dB bei 50–60 Hz oder auf dem Grundton), Clipper (Kclip, Fruity Soft Clipper) 3–6 dB, kein Reverb, mono unter 200 Hz.
  • Kontrolliere die Phase zwischen den Layern (Transienten ausrichten).

Clap

  • EQ: Hochpass 250 Hz, +3 dB bei 2–4 kHz; schnelle Kompression; kurzer Reverb (0,6–0,8 s) mit gefiltertem Return.

Hi-Hat und Percussion

  • Hochpass 600 Hz; Ride und Hat mit leichtem Sidechain von der Kick.

Bass (Reverse Bass / Sub der Breakdowns)

  • Reverse Bass: Hochpass 40 Hz, Verzerrung, mono; Lautstärke auf die Kick abgestimmt. Sub der Breakdowns: Sinus mono.

Supersaw, Pad, Streicher, Piano

  • Supersaw: Hochpass 200–300 Hz im Climax (die Kick belegt den Bereich darunter), −2 dB bei 2–3 kHz, wenn sie die Stimme überdecken, De-Esser 7–9 kHz, Breite 150 %, Sidechain/Volume Shaping von der Kick (8–15 dB).
  • Pad und Streicher: Hochpass 250 Hz, langer Hall-Reverb.
  • Piano: Hochpass 60–80 Hz in den Breakdowns ohne Kick.

Hauptstimme und Erzählung

  • EQ: Hochpass 100 Hz, −2 dB bei 300 Hz, +3 dB bei 3–5 kHz; serielle Kompression (FET + Opto, insgesamt 6–8 dB); De-Esser; Hall-Reverb 2–3 s in den Breakdowns; punktiertes Delay 1/4.
  • Erzählung: tiefe, komprimierte Stimme mit großem Reverb und Delay; oft Pitch −2/−3 Halbtöne.

Backing Vocals

  • Epische Chöre bei −6/−9 dB, breit, mit langem Reverb.

FX

  • Riser, Impacts, „Kick Drop“: Der Impact darf die Kick in der Lautheit nicht übertreffen.

Busse und Gruppen

  • Kick-Bus; Music-Bus mit Volume Shaping von der Kick; Vocal-Bus; FX-Bus.

Sidechain

  • Kick → alles (Supersaw, Pad, Chöre, Reverbs). In FL Studio: Fruity Limiter im COMP-Modus mit Sidechain, Fruity Peak Controller oder Volume Shaper / LFOTool für präzise, auf 1/4 synchronisierte Formen.

Master

  • Kette: leichter EQ → Glue → Clipper (2–4 dB) → Limiter.
  • Richtwerte (Erfahrungswerte): −5/−3 LUFS integriert für die Hardstyle-Festivals, unter den lautesten der gesamten elektronischen Musik; Short-Term in den Kick-Sections bis −3/−2; True Peak −0,3 dBTP für Club-Dateien, −1 für Streaming.

Häufige Fehler

  • Ausklang der Kick nicht gestimmt; zu viel Verzerrung auf dem Master (die Kick verliert an Definition); Supersaws, die unter 200 Hz Platz „stehlen“; Clap, der verschwindet.

Referenzstücke für den Mix

  • Headhunterz & Wildstylez — Blame It on the Music (2009); Brennan Heart & Wildstylez — Lose My Mind (2012); Headhunterz — Dragonborn (2012).

Referenz-Hörbeispiele

  • Headhunterz & Wildstylez — Blame It on the Music (2009)
  • Brennan Heart & Wildstylez — Lose My Mind (2012)
  • Headhunterz — Dragonborn (2012)
  • Ran-D — Zombie (2017)
  • Ran-D — Hurricane (2018)

Quellen

Hardstyle Subgenres