Genre126–130 für den Festival-Kern BPM8 Akkordfolgen

EDM

Geschichte und Charakter

„EDM“ (Electronic Dance Music) bezeichnet im weiten Sinn die Gesamtheit der elektronischen Tanzmusik; im engen Sinn, und das ist die hier verwendete Bedeutung, bezeichnet es die kommerzielle Dance-Musik für Festivals und Charts, die zwischen 2010 und 2015 in den Vereinigten Staaten explodierte. Das Kürzel hat eine lange Geschichte (Richard James Burgess verwendete es 1980 auf einem Cover der Landscape), aber Ende der 2000er Jahre übernimmt es die amerikanische Industrie, um die US-Rave-Kultur umzubenennen und von der Szene der 90er abzugrenzen; im Vereinigten Königreich sagt man weiterhin vor allem „Dance Music“.

Der Boom: 2011 spricht Spin von einer „new rave generation“, angeführt von David Guetta, deadmau5 und Skrillex; im Dezember 2011 ist Swedish House Mafia der erste elektronische Act, der den Madison Square Garden füllt; Billboard startet im Januar 2013 die Charts Dance/Electronic Songs; ab 2012 investieren SFX Entertainment von Robert Sillerman und Live Nation in die Branche, und die Festivals (Electric Daisy Carnival in Las Vegas, Ultra in Miami, Tomorrowland in Belgien) werden zu Shows aus Licht, Laser und Pyrotechnik. Die Wurzeln sind europäisch: Trance und Progressive der frühen 2000er, Electro House (Benny Benassi, „Satisfaction“, 2002), Dutch House, Guettas Dance-Pop ab 2009, Tiësto bei den Olympischen Spielen in Athen 2004, die Daft-Punk-Show beim Coachella 2006, von Spin als Wendepunkt genannt. Symbolfiguren: Avicii („Levels“, 2011; „Wake Me Up“, 2013), Swedish House Mafia, David Guetta, Calvin Harris, Tiësto, Afrojack, Hardwell, Martin Garrix, Steve Aoki, Zedd, Alesso, Nicky Romero, Dimitri Vegas & Like Mike, Skrillex auf der Bass-Seite.

Ab 2015 spricht man von einer „Blase“ (der Wert von SFX sinkt, die Firma geht pleite und entsteht 2016 als LiveStyle neu); der amerikanische Pop-EDM-Markt schrumpft ab 2016 und stabilisiert sich gegen Ende des Jahrzehnts, während viele Künstler (Porter Robinson, deadmau5) sich vom „immer gleichen“ Sound distanzieren. Das Format bleibt jedoch: Build und Drop, Four-on-the-Floor-Kick bei 128, Supersaw und „Stadion“-Leads, Pop-Stimme. In den 2020ern kehrt es als Future Rave, Slap House, Melodic Techno von der Mainstage und Trance-/Eurodance-Revival zurück. Dieses Profil deckt Big Room, Electro House, Moombahton, Future Rave, Eurodance und Hands Up / Dance der 2000er als Subgenres ab.

Tonleitern und Tonarten

Festival- und Chart-EDM steht überwiegend in Moll (Äolisch), mit vielen Pop-Songs in Dur. Beispiele in f-Moll und a-Moll. Römische Zahlen: in Moll bezogen auf natürliches Moll (in a-Moll: Am = i, F = VI, G = VII, C = III).

Natürliches Moll (Äolisch)

  • Formel: 1 2 b3 4 5 b6 b7. T S T T S T T.
  • In A: A H C D E F G.
  • Charakteristische Töne: b3 (C), b6 (F), b7 (G).
  • Akkorde: i Am, ii° B°, III C, iv Dm, v Em, VI F, VII G. Septakkorde: Am7, Bm7b5, Cmaj7, Dm7, Em7, Fmaj7, G7.
  • Einsatz: Die Progression i–VI–III–VII (Am–F–C–G) und ihre Rotationen sind der „Motor“ eines Großteils von Progressive-EDM und Dance-Pop; Leads auf 5–b6–5, 1–b7–b6.
  • Hörbeispiel: der Progressive-Sound von Swedish House Mafia und Avicii.
  • Häufige Fehler: immer dieselbe Progression mit demselben Voicing im ganzen Track.

Dur (Ionisch)

  • Formel: 1 2 3 4 5 6 7. In C: C D E F G A H.
  • Akkorde: I C, ii Dm, iii Em, IV F, V G, vi Am, vii° B°.
  • Einsatz: EDM-Pop-Songs (I–V–vi–IV), „euphorische“ Refrains.

Harmonisches Moll

  • Formel: 1 2 b3 4 5 b6 7. In A: A H C D E F G#. Akkorde: i Am, ii° B°, III+ C+, iv Dm, V E, VI F, vii° G#°.
  • Einsatz: V-Dur (E) am Ende des Builds; „epische“ Leads mit dem Leitton.

Dorisch

  • Formel: 1 2 b3 4 5 6 b7. In A: A H C D E F# G. Charakteristischer Ton: große 6 (F#). Akkorde: i Am, ii Bm, III C, IV D, v Em, #vi° F#°, VII G.
  • Einsatz: IV-Dur (D) als heller Farbton in den Refrains.

Mixolydisch (Dur-„Festival“-Leads)

  • Formel: 1 2 3 4 5 6 b7. In G: G A H C D E F. Charakteristischer Ton: b7 (F).
  • Akkorde: I G, ii Am, iii° B°, IV C, v Dm, vi Em, bVII F.
  • Einsatz: I–bVII–IV (G–F–C) in „Anthem“-Drops und im rockigeren Electro House.

Moll- und Dur-Pentatonik

  • Moll: 1 b3 4 5 b7 (in A: A C D E G). Dur: 1 2 3 5 6 (in C: C D E G A).
  • Einsatz: Lead des Big-Room-Drops (oft 2–4 Töne), Vocal-Hooks.

Wie man wählt

  • Progressive und Anthem: Äolisch mit i–VI–III–VII.
  • EDM-Pop: Dur mit I–V–vi–IV.
  • Build: harmonisches V-Dur.
  • Big-Room-Drop: Moll-Pentatonik mit sehr wenigen Tönen.

Harmonik

  • Loop aus 4 Akkorden (je ein Takt oder zwei) für den ganzen Track, mit wechselndem Voicing, wechselnder Lage und Instrumentierung.
  • Harmonischer Rhythmus: 1 Akkord pro Takt bei 128 (1,9 s); in Big-Room-Drops Orgelpunkt oder 1 Akkord alle 2 Takte.
  • Harmonischer Breakdown: Klavier oder Pad mit der vollständigen Progression und der Stimme; der Build bringt die Spannung mit Riser und Dominante.
  • Voicings: breite Supersaws über 2–3 Oktaven, Klavier mit offenen Akkorden; in den Drops liegt der Grundton im Bass, der Lead verdoppelt die Melodie in der Oktave.
  • Leihakkorde: harmonisches V-Dur, dorisches IV, mixolydisches bVII, iv Moll in Dur.
  • Modulationen: Anhebung um einen Ganzton im letzten Refrain der Pop-Versionen.
  • Dichte: maximal in den Progressive-Drops (Supersaw + Pad + Lead + Stimme), minimal in den Big-Room-Drops (perkussiver Lead + Kick).

Typische Akkordfolgen

NameTonartAkkordeStufenSo setzt du es ein
Äolisches Progressivea-MollAm F C Gi VI III VIIDie meistgenutzte Progression im Progressive-EDM und Dance-Pop: ein Takt pro Akkord.
Rotationa-MollF C G AmVI III VII iDieselben Akkorde rotiert: Der Refrain „öffnet“ auf dem VI.
EDM-Pop in DurC-DurC G Am FI V vi IVDie Progression der EDM-Radiosongs.
Build mit Dominantea-MollF G E EVI VII V VLetzte 4 Takte des Builds; Drop auf Am.
Mixolydisches AnthemG-DurG F C GI bVII IV I„Rock“-Drops und Anthems (Electro House, Festival).
Moll mit dorischem IVa-MollAm D F Gi IV VI VIIDas IV-Dur erhellt den Refrain.
Andalusischer Abstiega-MollAm G F Ei VII VI VDramatische Breakdowns und Intros.
Big-Room-Orgelpunkta-MollAm Am Am Ami i i iBig-Room-Drop: ein einziger Grundton, perkussiver Lead.

Rhythmus und Groove

  • Four on the Floor bei 126–130 (Standard 128): Kick auf jedem Viertel, Clap/Snare auf 2 und 4, Open Hat im Offbeat.
  • Gerades Raster (Swing 0–5), stark quantisiert; Offbeat-Akzente durch den Offbeat-Bass und den Open Hat.
  • Build: Snare, die von Vierteln über Achtel zu Sechzehnteln (und bisweilen 1/32) wechselt, Pitch-Riser, Hochpassfilter; letztes Viertel oft leer.
  • Drop: Kick + Bass + Lead; in den Breakdowns keine Kick.
  • Der „Bounce“ entsteht aus dem Zusammenspiel von Kick / Offbeat-Bass / Open Hat.

Schlagzeug

Konvention: 16 Sechzehntel; Viertel auf 1, 5, 9, 13; die Offbeats (Open Hat) auf 3, 7, 11, 15.

Rolle der Kick

  • Sechzehntel 1, 5, 9, 13: riesige, lange Kick (250–400 ms im Big Room, 200–300 ms im Progressive), Körper 50–60 Hz, Klick 3–5 kHz; oft auf den Grundton gestimmt.
  • In den Breakdowns verschwindet die Kick; im Build kehrt sie in Vierteln zurück, dann in Achteln und Sechzehnteln.

Snare und Clap

  • Sechzehntel 5 und 13: geschichtete Claps (2–4 Samples) + Snare; mittlerer bis großer Hall (Hall/Plate 1–2 s) in den Progressive-Drops.

Hi-Hat, Ride und Percussion

  • Open Hat im Offbeat (3, 7, 11, 15); geschlossene Hi-Hats in Sechzehnteln; Ride in den Drops; Shaker und Tamburine; Crash alle 8 oder 16 Takte; Tribal-Toms in den Big-Room-Drops.

Dynamik und Groove

  • Gleichmäßige Velocitys (EDM ist „Maschine“); der Groove kommt vom Offbeat-Bass, vom Open Hat und vom Sidechain.

Zusammenspiel mit Bass und Stimme

  • Bass im Offbeat (Sechzehntel 3, 7, 11, 15) oder in Sechzehnteln mit Sidechain; die Stimme stützt sich auf 2 und 4.

Wie es sich je nach Abschnitt ändert

  • Intro: Kick + Percussion (für den DJ), 16–32 Takte.
  • Breakdown: keine Kick; Pad, Klavier, Stimme.
  • Build: Snare-Roll 1/4 → 1/8 → 1/16 → 1/32, Riser, Hochpass, „Pitch up“; letzter Takt oder letztes Viertel leer.
  • Drop: Kick, Clap, Open Hat, Bass, Lead.
  • Outro: Kick + Percussion für den Mix.

Fills und Übergänge

  • Snare-Roll mit steigendem Pitch, Tribal-Toms in Sechzehnteln, Reverse-Crash, White-Noise-Riser und Downlifter, Impact mit Sub auf dem ersten Schlag des Drops.

Klangauswahl

  • „Festival“-Kicks (Layer aus Sub, Körper und Klick), breite Claps, brillante Open Hats; alle gestimmt.

Typische Fehler

  • Mit dem Bass nicht abgestimmte Kick; zu enge Claps; zu lange Builds oder ohne die „Leere“ vor dem Drop; zu viele Crashes.

Bass

  • Offbeat-Bass im Progressive-/Electro-Stil: kurzer Ton auf jedem Offbeat (3, 7, 11, 15), oft ein gefilterter Sägezahn oder ein „Pluck-Bass“.
  • Sub unter der Kick: mit sehr starkem Sidechain oder dort ausgeschnitten, wo die Kick liegt.
  • „Rolling“-Bass in Sechzehnteln (mit Sidechain auf jedem Viertel) im Progressive.
  • Töne: Grundtöne der Progression; abwechselnde Oktaven; wenige Töne.
  • Lage: 40–200 Hz; die Kick belegt 50–60 Hz, der Bass beginnt oft bei 60–80 Hz.
  • Beispiele: Swedish House Mafia, Avicii, Hardwell.

Harmonieinstrumente

  • Supersaw: extrem breite Akkorde und Leads (Unison 7–9 Stimmen, großes Detune).
  • Klavier: Breakdown und Intro (volle Akkorde, Arpeggios).
  • Pads und Streicher: Atmosphäre in den Breakdowns.
  • Plucks: Arpeggios und kurze Akkorde in den Progressive-Drops.
  • Akustikgitarren: Folk-/Pop-EDM (Avicii „Wake Me Up“).
  • Lage: 200 Hz–10 kHz; enormes Stereobild.

Melodie und Gesang

  • Stimmen: Pop-Topline (starker Refrain, oft weiblich oder männlicher Tenor); hohe Lage, um den Mix zu durchdringen.
  • Lead des Drops: einfache, repetitive Melodie (2–8 Töne), oft eine instrumentale „Antwort“ auf den gesungenen Refrain; im Big Room ein perkussives Riff aus 1–2 Tönen.
  • Chöre: „Oh-oh“ fürs Stadion, Doppelungen, Terzharmonien.
  • Effekte: langer Hall-Raum in den Breakdowns, punktiertes 1/4-Delay, automatischer Hochpassfilter im Build, gepitchte Vocal-Chops.

Instrumente

  • Drum Machine und Samples (Kick, Clap, Open Hat, Crash, Toms), Sub und synthetischer Bass, Supersaw, Pads, Klavier, Plucks, Streicher, Akustikgitarren, Pop-Stimme, Chöre, FX (Riser, Impacts, Sweeps).

Drum-Patterns

Synthesizer und Sounds

  • OP-Xa V — Supersaw und Akkorde: Großes Unison und Detune, offenes Filter, Release 300 ms; zwei Layer (Akkorde + Oktave darüber).
  • Jup-8 V — Lead und Pad: Breite Leads mit zwei Sägezähnen und Chorus; warme Pads in den Breakdowns.
  • Prophet-5 V — Plucks und Offbeat-Bass: Pluck mit schneller Filterhüllkurve; Offbeat-Bass mit Decay 150 ms.
  • Piano V — Breakdown: Klavier mit Hall-Raum.
  • Mini V — Bass und Sub: Gefilterter Sägezahn für den Offbeat-Bass, Sinuswelle für den Sub.
  • Augmented Strings — Streicher: Cinematische Breakdowns.
  • Augmented Voices — Chöre: Vocal-Pads und Chöre für die Höhepunkte.

Songaufbau

Phrasen zu 8 Takten; bei 128 BPM dauern 32 Takte 60 Sekunden. Club-Version 4:30–6:00, Radio Edit 3:00–3:30.

AbschnittTakteWas passiert
Intro16–32Kick, Percussion, gefilterter Bass (für den DJ)
Strophe / Break 116Stimme, Klavier oder Pad, leichte oder keine Kick
Build8–16Snare-Roll, Riser, Filter, Stimme im Loop
Drop 116–32Kick, Bass, Lead/Supersaw
Breakdown16–32Klavier, Stimme, Streicher; keine Kick
Build 28–16Größere Spannung
Drop 216–32Variierter Drop (verdoppelte Melodie, neue Layer)
Outro16–32Kick und Percussion
  • Was ein- und aussteigt: im Intro alle 8 Takte ein neues Element; im Drop alle 8 Variationen; zwischen Drop 1 und Drop 2 ändert sich der Lead oder es kommt ein Layer hinzu.

Mixing und Mastering

Klangziel

  • Riesige Kick, pumpender Bass, breite und brillante Supersaws, klare Stimme; sehr hohe Lautheit; großer Kontrast zwischen Breakdown (Raum, Hall) und Drop (Dichte).
  • Referenzen: Swedish House Mafia, Avicii, Martin Garrix, Hardwell.

Kick

  • EQ: Hochpass 25–30 Hz, +2/+3 dB bei 50–60 Hz, −3/−4 dB bei 250–400 Hz, +2 dB bei 3–5 kHz.
  • Kompression: oft keine; Clipper 2–3 dB (Kclip, Fruity Soft Clipper) für Pegel und Dichte.
  • Sättigung: leicht für den Klick. Raum: keiner. Mono.

Snare und Clap

  • EQ: Hochpass 150–200 Hz, +2 dB bei 200–250 Hz, −2 dB bei 500 Hz, +3 dB bei 2–4 kHz, Shelf +2 dB bei 10 kHz.
  • Kompression 4:1, Attack 10 ms, Release 100 ms; Clipper.
  • Hall: Hall/Plate 1,2–2 s, Pre-Delay 10–20 ms, gefilterter Return; Breite 120 % für die geschichteten Claps.

Hi-Hat und Percussion

  • Open Hat: Hochpass 500 Hz, +1 dB bei 10 kHz, leichter Sidechain von der Kick; geschlossene Hi-Hats 20 % seitlich; Percussion bei 30–60 %.

Bass und Sub

  • Sub mono, Tiefpass 100 Hz; Offbeat-Bass mit Hochpass 40–60 Hz, leichter Sättigung, mono unter 150 Hz.
  • Starker Sidechain von der Kick (6–12 dB, Release 100–200 ms) für das „Pumping“.

Supersaw, Pad, Klavier, Lead

  • Supersaw: Hochpass 150–250 Hz, −2 dB bei 2–4 kHz (Platz für die Stimme), De-Esser 7–9 kHz, Breite 140–160 %, Sidechain 6–10 dB.
  • Lead: Hochpass 200 Hz, Präsenz bei 2–3 kHz, Hall-Raum 2–3 s und punktiertes 1/4-Delay.
  • Klavier: Hochpass 80 Hz in den Breakdowns, Hall-Raum 2,5 s.
  • Pad: Hochpass 250 Hz, Breite 150 %.

Hauptstimme

  • EQ: Hochpass 100 Hz, −2 dB bei 300 Hz, +2/+3 dB bei 3–5 kHz, Air +2 dB bei 12 kHz.
  • Serielle Kompression: FET 4:1 (4–6 dB) + Opto (2–3 dB); De-Esser 6–8 kHz; leichte Sättigung.
  • Raum: Plate 1,5 s, Pre-Delay 40 ms; Hall-Raum 3 s in den Breakdowns; punktiertes 1/4-Delay bei −20 dB; Throw am Phrasenende.
  • Automationen: Hochpassfilter im Build, Lautstärke Phrase für Phrase.

Chöre

  • −6/−9 dB, Panning 70–100 %, Hochpass 200 Hz, längerer Hall.

FX

  • Riser mit gefiltertem weißem Rauschen und Hall, Downlifter, Impacts mit Sub (auf den Pegel im Verhältnis zur Kick achten).

Busse und Gruppen

  • Drum-Bus mit Glue (2:1, 1–2 dB) und Clipper; Music-Bus mit globalem Sidechain; Vocal-Bus; FX-Bus.

Sidechain

  • Kick → Bass, Supersaw, Pad, Open Hat (in unterschiedlichem Maß); in FL Studio: Fruity Limiter im COMP-Modus mit Sidechain von der Kick, oder Fruity Peak Controller bzw. LFOTool/Kickstart.

Master

  • Kette: leichter EQ → Glue-Kompressor (1–2 dB) → Sättigung/Tape → Clipper → Limiter.
  • Richtwerte (Praxis): Club/Festival −6/−4 LUFS integriert, Short-Term in den Drops −5/−4; Streaming −8/−7 (die Plattformen normalisieren, Spotify auf etwa −14 LUFS); True Peak −1 dBTP fürs Streaming, −0,3 für Club-Dateien.
  • Dynamik: Der Drop muss mindestens 3–4 dB Short-Term lauter sein als der Breakdown.

Häufige Fehler

  • Kick und Bass im Konflikt (unzureichender Sidechain oder ungestimmte Kick); Supersaws, die die Stimme überdecken; ein Master, der durch einen zu stark getriebenen Limiter pumpt; Drops, die leiser sind als der Build.

Referenztitel für den Mix

  • Avicii — Levels (2011); Swedish House Mafia feat. John Martin — Don't You Worry Child (2012); Martin Garrix — Animals (2013).

Referenz-Hörbeispiele

  • Benny Benassi — Satisfaction (2002)
  • Avicii — Levels (2011)
  • David Guetta feat. Sia — Titanium (2011)
  • Swedish House Mafia feat. John Martin — Don't You Worry Child (2012)
  • Avicii — Wake Me Up (2013)
  • Martin Garrix — Animals (2013)
  • David Guetta & MORTEN feat. Aloe Blacc — Never Be Alone (2019)

Quellen

EDM Subgenres