K-Pop100–170 BPM8 Akkordfolgen

SMP

Geschichte und Charakter

„SMP“ (SM Music Performance) ist die Bezeichnung, mit der Fans und Kritik den von SM Entertainment entwickelten „Bühnen“-Stil benennen, der vor allem mit dem Produzenten und Komponisten Yoo Young-jin verbunden ist, der von 1996 (seit dem ersten Album von H.O.T.) bis 2023 bei SM war. Es ist kein offiziell kodifiziertes Genre: In einem Interview von 2010 beschreibt der Interviewer es als einen Stil, der den Tanz auf der Bühne von Anfang bis Ende hervorhebt, und Yoo erklärt, er habe immer eine „dramatische Tanzmusik“ schaffen wollen und vergleicht das Ergebnis mit „fünf Remix-Versionen in einem einzigen Song“. Seine Methode: zuerst den Rhythmus schreiben und daraus die Melodie ableiten, den Song als Weg von Spannung und Entspannung statt mit gleichbleibender Intensität aufbauen, einen Fluss etablieren und ihn dann brechen mit Stop-Breaks und Verlangsamungen, die Schlüsselbewegungen der Choreografie klar akzentuieren (er nennt die Handgeste von Sorry, Sorry) und den Song als „Musical“-Show denken, die man sieht und hört. Unter seinen Inspirationen nennt er die Performances von Rhythm Nation von Janet Jackson.

Die Stationen: H.O.T. — Warrior's Descendant (1996) und die ersten Songs mit aggressivem Rap, sozialen Texten und Abschnittswechseln; TVXQ (Rising Sun, Mirotic, 2008) mit orchestralen Intros, epischen Refrains und Dance Breaks; Super Junior (Sorry, Sorry, 2009) und SHINee (Ring Ding Dong, 2009; Sherlock, 2012, aus der Verbindung zweier Songs gebaut); EXO (MAMA, 2012; Growl; Monster), NCT 127 (Cherry Bomb, Kick It: Hip-Hop mit Metal-Gitarrenriff, Industrial-Beats und Chants), aespa (Black Mamba, Savage, Next Level, Girls) und teilweise RIIZE und NCT DREAM. Next Level von aespa, von Yoo mit US-amerikanischen Autoren als Remake eines Songs aus dem Soundtrack von Hobbs & Shaw geschrieben, ist ein Paradebeispiel: groovender Rap über einem Basslauf-Riff, ein Mittelteil, der in einen schnelleren Jazz-Stil wechselt, und eine Bridge im New Jack Swing.

Ästhetik: Dramatik, narrative Konzepte (Welten, Kräfte, „Lore“), aggressive oder futuristische Texte und Sounds, kraftvoller Rap und Gesang, „Medley“-Strukturen mit sehr unterschiedlichen Abschnitten, verbunden durch den roten Faden der Choreografie, dichte und kraftvolle Produktion. Für viele Hörer ist es auch der polarisierendste Stil (die Kritik der „Noise Music“, die an NCT und andere Gruppen gerichtet wird, entsteht teilweise hieraus).

Tonleitern und Tonarten

Natürliches Moll (Äolisch) — die Basis

  • Formel: 1 2 b3 4 5 b6 b7 (G H G G H G G). In h-Moll: B C# D E F# G A.
  • Charakteristischer Ton: b6 (G): episch, dunkel.
  • Akkorde: i Bm – ii° C#dim – III D – iv Em – v F#m – VI G – VII A.
  • Einsatz: Strophen-Riffs, Refrain-Loops, Streicher-Ostinati.
  • Beispiel: aespa — Next Level (h-Moll, 109 BPM).

Harmonisches Moll — das Drama

  • Formel: 1 2 b3 4 5 b6 7 (G H G G H 1½G H). In fis-Moll: F# G# A B C# D E#.
  • Charakteristischer Ton: der Leitton E# und die übermäßige Sekunde D–E#: „Musical“-Spannung, orientalisierend.
  • Schlüsselakkorde: V C# (C#7), vii° E#dim.
  • Einsatz: Brass- und Synth-Riffs, Streicherlinien in den orchestralen Intros, letzte Takte der Pre-Choruses.
  • Beispiel: NCT 127 — Kick It steht in fis-Moll (167 BPM); viele Songs von TVXQ und EXO verwenden den Leitton in den Riffs.
  • Fehler: Leitton auch in der sangbaren Refrainmelodie: riskiert, „operettenhaft“ zu klingen; auf die Riffs beschränken.

Phrygisch und phrygisch dominant — die Aggressivität

  • Phrygisch: 1 b2 b3 4 5 b6 b7 — in E: E F G A B C D. Ton: b2 (F).
  • Phrygisch dominant: 1 b2 3 4 5 b6 b7 — in E: E F G# A B C D. Ton: b2 + große Terz: nahöstlicher Charakter, „fatal“.
  • Akkorde (Skala des Modus): phrygisch dominant: I E – II F – iii° G#dim – iv Am – v° Bdim – VI C – vii Dm.
  • Einsatz: Bass- und Lead-Riffs (E–F–E–G#), Chants, Intros.

Dorisch — die Groove-Abschnitte und New Jack Swing

  • Formel: 1 2 b3 4 5 6 b7 (G H G G G H G). In D-Dorisch: D E F G A B C.
  • Charakteristischer Ton: große Sexte (B), Dur-IV (G7).
  • Akkorde (Skala des Modus): i Dm7 – ii Em7 – III Fmaj7 – IV G7 – v Am7 – VII Cmaj7.
  • Einsatz: Bridge im New Jack Swing, Funk- und Jazz-„Switch“-Abschnitte (Next Level, Sherlock).

Paralleltonart Dur — die melodische Bridge

  • In D-Dur (Paralleltonart von h-Moll): D E F# G A B C#. Die Bridge öffnet sich oft zur Paralleltonart mit maj7 für den High Note.

Die richtige Wahl

SMP-AbschnittSkala
Intro, Riff, Rap-StrophePhrygisch / phrygisch dominant / harmonisches Moll
Pre-ChorusÄolisch mit harmonischer V-Dur-Stufe
RefrainÄolisch (episch)
Beat Switch / Groove-BridgeDorisch (New Jack, Jazz, Funk)
Melodische BridgeParallel-Dur mit maj7

Im SMP kann jeder Abschnitt einen anderen Modus haben: Denke den Song als Medley und verbinde die Abschnitte mit Stop-Breaks oder einem gemeinsamen Ton.

Harmonik

Der Song als Medley

Die Harmonik folgt der Logik „fünf Remixe in einem Song“: Jeder Abschnitt hat seinen eigenen Loop und seine eigene Farbe, und die Abschnitte werden eher nebeneinandergestellt als entwickelt. Die Übergänge geschehen mit Stop-Breaks (Stille, gesprochene Phrase, gemeinsamer Schlag), mit einem Tempowechsel oder mit einem Brückenriff auf derselben Tonika.

Typische Techniken

  • Ostinato-Riff als Basis der Strophe (oft Bass + Synth im Unisono), ohne echte Akkorde.
  • Kadenzierender Pre-Chorus: VI–VII–V-Dur oder iv–V, mit Vokalharmonien.
  • Epischer Refrain über i–VI–III–VII mit Brass und Streichern.
  • Beat Switch mit Modus- (Äolisch → Dorisch) und Genrewechsel (Hip-Hop → Jazz/Swing → New Jack).
  • Bridge im Halftime mit Septakkorden und Main Vocal im Belting; dann Stopp und letzter Refrain.
  • Modulationen selten in den neueren Songs, häufig in den Titeltracks von TVXQ/Super Junior (letzter Refrain +1 Halbton).

Harmonischer Rhythmus

Strophe: 1 Akkord (oder Riff) pro 2–4 Takte. Pre: 1 Akkord pro Takt. Refrain: 1 pro Takt. Switch und Bridge: 1–2 pro Takt mit Septimen.

Voicing

Leere Quinten und Oktaven in den Riffs (Härte), volle Brass- und Streicherakkorde in den Refrains, offene Septimen in den Bridges.

Typische Akkordfolgen

NameTonartAkkordeStufenSo setzt du es ein
Phrygisch-dominantes RiffE-Phrygisch dominantE F E DmI II I viiDie b2 und die große Terz zusammen: „fatales“ Riff für Intros und Rap-Strophen.
Pre mit harmonischem Vfis-MollD E C#sus4 C#VI VII Vsus4 VDie Dur-Dominante (mit dem Leitton E#) vor dem Stop-Break.
Epischer Refrainh-MollBm G D Ai VI III VIIVoller Moll-Zyklus, mit Brass und Streichern: das dramatische Herz.
Strophe über Riffh-MollBm Bm Bm BmiEin einziger Akkord: Bass und Choreografie machen alles (Next Level beginnt mit Rap über einem Basslauf-Riff).
New-Jack-Swing-SwitchD-DorischDm7 G7 Dm7 G7i7 IV7 i7 IV7Der Beat-Wechsel bringt einen dorischen Groove mit Swing: Die Bridge von Next Level ist im New Jack Swing.
Dramatische Andalusische Kadenza-MollAm G F Ei VII VI VBasslauf abwärts mit V-Dur: perfekt für orchestrale Intros und Finale.
Bridge in der ParalleltonartD-DurGmaj7 A F#m7 Bm7IVmaj7 V iii7 vi7Royal Road in der Parallel-Dur-Tonart für den High Note vor dem letzten Refrain.
Titeltrack-Modulationg-Moll → as-MollGm Eb F D7 Eb7 Abm Fb Gb Ebmi VI VII V7 | V7 nuova | i VI VII vHalbtonsprung, vorbereitet durch die Dominante der neuen Tonart: Klassiker des SMP der 2. Generation.

Rhythmus und Groove

Der Rhythmus ist der Ausgangspunkt des SMP-Schreibens. Grundgroove Hip-Hop/New Jack mit synkopierter Kick, oder Trap bzw. EDM im Halftime; darüber gemeinsame Akzente für die Choreografie (die ganze Band spielt einen Schlag mit Crash und Brass auf 1, „2 und“, 4 in den Schlüsseltakten). Die Flusswechsel sind ständig: Stop-Break von einem Takt, Verlangsamungen (Beat geht in Halftime über), Beschleunigungen (Wechsel zu einem schnelleren Jazz- oder Swing-Groove), Abschnitte ohne Schlagzeug. Swing 0 % in den EDM-/Trap-Abschnitten, 56–62 % in den New-Jack-Swing- und Jazz-Abschnitten. Alles ist quantisiert, für die Synchronisation der Gruppe.

Schlagzeug

Rolle

„Choreografisches“ Schlagzeug: Jeder wichtige Schlag entspricht einer Bewegung. Der Programmierer arbeitet mit der Choreografie im Kopf (Akzente, Stopps, Posen).

Kick

Synkopiert in den Strophen (Step 1, 4, 7, 11 in Sechzehnteln); Four-on-the-floor in den Dance-Abschnitten; verzerrte Industrial-Kick in den härteren Songs (Kick It); Doppelschläge auf den gemeinsamen Akzenten.

Snare und Clap

Auf 2 und 4 im Groove, auf 3 in den Halftime-Abschnitten; Militär- und Marsch-Snares in den Intros; Snare-Fill in Sechzehnteln am Ende des zweiten Takts (siehe r-kpop-smp); geschichtete Claps mit Stomps.

Hi-Hat und Percussion

Hats in Achteln/Sechzehnteln, Trap-Rolls in den Strophen; metallische Percussion, Gong-Schläge, Orchestra Hits, Taiko in den Dance Breaks; Pfiffe und Sirenen als Signale.

Zusammenspiel mit Bass und Stimme

Der Bass spielt Riffs, die mit der Kick zusammenfallen (Rhythm-first); der Rap stützt sich auf die Akzente; in den Refrains öffnet sich das Schlagzeug für die Chants.

Je Abschnitt

AbschnittSchlagzeug
IntroOrchestral oder martialisch, gemeinsame Schläge
StropheHip-Hop- oder Trap-Groove über Riff
PreFour-on-the-floor-Kick → Stop-Break
RefrainVolles Kit, Akzente, Crash
Beat SwitchNeuer Groove (Jazz/Swing, New Jack, House), anderes Tempo
Dance BreakZusätzliche Percussion und Akzente auf jedem Takt
BridgeHalftime oder Schlagzeug weggenommen
FinaleDrop mit Akzenten und trockenem Stopp auf einem Schlag

Fills und Übergänge

Stop-Break (Stille von 1–2 Schlägen mit gesprochener Phrase), Orchestra Hit, Reverse, Tape Stop, Verlangsamung des Beats, Tom- und Snare-Fills in Sechzehnteln.

Sounds und Fehler

Stark bearbeitete Kicks und Snares, orchestrale und industrielle Samples. Fehler: Übergänge ohne klares Ereignis; gemeinsame Akzente, die nicht auf alle Instrumente ausgerichtet sind; zu viele Wechsel ohne roten Faden (wiederkehrender Hook oder Riff).

Bass

  • Sound: Synth- oder E-Bass-Riff, das ein Hook ist (Next Level), 808s in den Trap-Abschnitten, verzerrter Industrial-Bass (Kick It), Slap- und Funk-Bass in den New-Jack-Beat-Switches.
  • Töne: Grundton, b2, Leitton; Riffs von 1–2 Takten, wiederholt; Oktav-Slides am Phrasenende.
  • Verhältnis zur Kick: Das Riff wird zusammen mit der Kick geschrieben (Rhythm-first); Sidechain nur in den EDM-Abschnitten.
  • Beispiele: aespa — Next Level (Rap über einem energischen Basslauf-Riff), NCT 127 — Kick It (pulsierender Bass mit Metal-Gitarren), TVXQ — Mirotic.

Harmonieinstrumente

Orchestrale Streicher (Ostinati, Staccati, dramatische Pads), Brass (Stabs und Linien), verzerrte oder Metal-E-Gitarren (Kick It), Synth-Leads und Sirenen, Klavier in der Bridge, Chöre und Orchestra Hits, Orgel in den düstereren Konzepten. Voicing in Quinten und Oktaven in den Riffs, volle Akkorde in den Refrains, Septimen in den Bridges und Beat Switches.

Melodie und Gesang

  • Stimmen: aggressiver, technischer Rap in den Strophen, kraftvoller Gesang in den Refrains (SM bildet die Trainees mit klarer, starker Projektion aus), High Note des Main Vocal in der Bridge, Gruppen-Chants im Unisono und in Oktaven, gesprochene Phrasen in den Stop-Breaks.
  • Harmonien: Pre-Choruses und Refrains mit 3–5 Stimmen, Musical-artige Chöre in den epischen Songs (TVXQ, EXO), Call-and-Response zwischen Rappern und Sängern.
  • Hook: oft ein wiederholtes Wort oder ein Name, verbunden mit einer Geste (Sorry, Sorry; Ring Ding Dong; Kick It), der Titel auf Englisch.
  • Effekte: Auto-Tune als Farbe, Pitch-Shift nach unten bei den Chants, Telefonfilter, Ad-libs, die auch vom Produzenten aufgenommen werden (Yoo hat in Savage ein Ad-lib aufgenommen).

Instrumente

Stimmen (Rap, kraftvoller Gesang, Chant), Drum Machine und Samples (Industrial-Kicks, Militär-Snares), Synth- und E-Bass, 808, orchestrale Streicher und Brass, verzerrte Gitarren, Synth-Leads und Sirenen, Klavier, Orchestra Hit, FX.

Drum-Patterns

Synthesizer und Sounds

  • Korg MS-20 V — Lead und Sirenen: Schneidende Leads und Sweeps für Riffs und Übergänge.
  • OP-Xa V — Synth-Brass: Brass-Stabs für gemeinsame Akzente.
  • Mini V — Bass-Riffs: Synth-Bass-Riffs mit knackigem Attack: Saw + Square, kurze Hüllkurve.
  • Matrix-12 V — Sich entwickelnde Leads und Pads: Futuristisches Sounddesign für die Sci-Fi-Konzepte (aespa, NCT).
  • ARP 2600 V — FX und synthetische Percussion: Metallische Schläge, Sweeps, Riser.
  • Augmented Strings — Hybrid-Streicher: Dramatische orchestrale Ostinati und Intros.
  • Augmented Voices — Chöre: Epische Chöre und synthetische Chants.

Songaufbau

„Medley“-Form (Richtbeispiel, 3:15–3:45)

AbschnittTakteAnmerkungen
Intro4–8Orchestral, Chant oder Riff mit gemeinsamen Schlägen
Strophe 1 (Rap)8–16Basslauf-Riff, Hip-Hop-Groove
Pre-Chorus8Melodisch, V-Dur, Stop-Break
Refrain8–16Episch, Hook und Geste
Strophe 28–16Anderer Beat
Pre + Refrain8 + 8
Beat Switch8–16Neues Genre und Tempo (Jazz, Swing, New Jack)
Dance Break8Akzente für die Choreografie
Bridge8Halftime, High Note
Letzter Refrain8–16Rückkehr zum Drop oder „Remix“-Version des Refrains
Outro1–2Gemeinsamer Schlag und Stopp

Prinzipien

  • Spannung und Entspannung statt gleichbleibender Intensität.
  • Jeder Abschnittswechsel ist ein visuelles Ereignis.
  • Ein wiederkehrendes Element (Riff, Hook, Wort) hält sehr unterschiedliche Abschnitte zusammen.

Mixing und Mastering

Klangziel

„Kinoreifer“, dichter Mix: enorme rhythmische Wucht, klare Übergänge, kraftvolle und klare Stimmen, breites Orchester und breite Synths, starke Kontraste zwischen den Abschnitten auch im Mix (jeder Abschnitt kann eine andere Behandlung haben). Referenzen: TVXQ — Mirotic, EXO — Growl, NCT 127 — Kick It, aespa — Next Level, SHINee — Sherlock.

Kick

Hochpass 25 Hz, +3 dB bei 50–60 Hz, −4 dB bei 300–400 Hz, +3 dB bei 3–5 kHz; Verzerrung für die Industrial-Kicks; Clipper; Mitte.

Snare, Clap, Militär-Snares

Hochpass 150 Hz, Körper 200 Hz, Crack 3–5 kHz; kräftige Parallelkompression; breite Militär-Snares mit großem Room; Stop-Breaks mit automatisierten Hallfahnen.

Hi-Hat und Percussion

Hochpass 500 Hz; breite orchestrale und metallische Percussion; Gong und Orchestra Hit mit langem Hall.

Bass / Riff

Hochpass 30 Hz; Sub 45–60 Hz; Präsenz 700 Hz–1,5 kHz (das Riff muss überall zu hören sein); Sättigung; Mono unter 150 Hz; Sidechain nur in den EDM-Abschnitten.

Streicher, Brass, Gitarren, Synths

Hochpass 150–250 Hz; dynamischer Dip bei 2–4 kHz durch die Stimmen; breite Streicher mit Hall 2–2,5 s; Brass in der Mitte mit breiten Layern; verzerrte Gitarren gedoppelt, hart links/rechts; Automation einer je Abschnitt anderen Behandlung (z. B. Jazz-Switch trockener und „vintage“, Refrain breiter und brillanter).

Stimmen

Kette pro Mitglied (Korrektur → EQ → 1176 → De-Esser → LA-2A → Sättigung), unterschiedlicher Präsenz-EQ pro Mitglied; Rap mit starker Kompression und Dubs; Chant auf einem Bus mit 10 dB Kompression, Sättigung und Room; Main Vocal der Bridge mit längerem Plate und Delay.

FX und Übergänge

Stop-Break: harter Schnitt, wobei die Hall- und Delay-Fahnen ausklingen (Send-Automation); Tape Stop; Reverse; Riser und Impact auf einem eigenen Bus.

Busse und Gruppen

Drum-Bus mit Clipper und Parallelkompression; Orchester-Bus Glue 1–2 dB; Vocal-Bus 2–3 dB; Music-Bus mit Ducking durch die Stimmen.

Sidechain

Kick → 808 und Bässe in den EDM-Abschnitten (4–6 dB); Stimmen → Music-Bus (dynamisch 1–3 dB).

Master

Kette EQ → Kompressor 1–2 dB → Clipper → Limiter. Ziel −6/−5 LUFS Integrated, True Peak ≤ −1 dBTP, PLR 6–8 dB.

Häufige Fehler

Abschnitte mit zu unterschiedlich wahrgenommenen Pegeln (der Switch „fällt ab“); von Orchester und Brass begrabene Stimmen; Übergänge ohne Fahnen (klingen wie Schnittfehler); Basslauf-Riff, das auf dem Telefon nicht hörbar ist.

Referenzsongs für den Mix

TVXQ — Mirotic (2008); Super Junior — Sorry, Sorry (2009); SHINee — Sherlock (Clue + Note) (2012); NCT 127 — Kick It (2020); aespa — Next Level (2021).

Referenz-Hörbeispiele

  • H.O.T. — Warrior's Descendant (1996)
  • TVXQ — Rising Sun (2005)
  • TVXQ — Mirotic (2008)
  • Super Junior — Sorry, Sorry (2009)
  • SHINee — Ring Ding Dong (2009)
  • EXO — MAMA (2012)
  • SHINee — Sherlock (Clue + Note) (2012)
  • NCT 127 — Cherry Bomb (2017)
  • NCT 127 — Kick It (2020)
  • aespa — Black Mamba (2020)
  • aespa — Next Level (2021)

Quellen

Weitere Genres: K-Pop