Zweiteilig (AB)
Zwei Abschnitte, meist wiederholt: ||: A :||: B :||.
- In Dur führt A von der Tonika zur Dominante (C → G), B kehrt von der Dominante zur Tonika zurück.
- In Moll führt A oft zur Paralleltonart (a-Moll → C-Dur).
- Abgerundete zweiteilige Form: Am Ende von B kehrt das Anfangsmaterial von A in der Tonika wieder. Sie ist die Vorläuferin der Sonatenform.
Typisch für barocke Tänze (Allemande, Courante, Menuett).
Dreiteilig (ABA)
Drei Abschnitte: A vollständig und in der Tonika abgeschlossen, B kontrastierend (Tonart, Charakter, Lage), A als Wiederaufnahme (oft identisch, „da capo“). Beispiele: Da-capo-Arie, Menuett mit Trio (Menuett – Trio – Menuett), Nocturnes.
Die Songform AABA (32 Takte)
Vier Abschnitte zu je 8 Takten: A – A – B (Bridge, „Middle Eight“) – A. Das B bringt harmonischen Kontrast (oft auf IV oder in einer nahe verwandten Tonart). Sie ist die Form des Great American Songbook und von viel Pop der 1960er.
Beispiel in C
- A: | C | Am | F | G | C | Am | Dm G | C |
- B: | F | F | Em | Am | Dm | Dm | G | G7 |
- A: wie oben.
Beispiel aus der Praxis
„Over the Rainbow“ (Arlen, 1939) ist ein AABA über 32 Takte; das Menuett in G-Dur, das Petzold zugeschrieben wird (aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach), ist eine einfache zweiteilige Form.