Charakter des Mixes
Extrem dichte verzerrte Gitarren (oft tiefer gestimmt: D, C, H, 7- und 8-Saiter), Schlagzeug mit kraftvoller, präziser Kick (oft mit Samples verstärkt oder ersetzt), Bass, der Gitarren und Kick verbindet, Gesang oder Growl/Scream. Der Platz ist knapp: Jedes Element muss frequenzmäßig herausgearbeitet werden. Die Subgenres verschieben die Prioritäten: Thrash (mittige, schneidende Gitarren), Death (schweres Low End, Growl), Metalcore (Breakdowns, Clean-Vocals und Screams), Djent (8-Saiter-Gitarren, Synkopen, sehr präziser Sound).
Typische Balance
| Element | Pegel im Verhältnis zum Mix |
|---|---|
| Rhythmusgitarren (gesamt) | −3/−5 LU |
| Stimme | −6/−8 LU |
| Snare | −8/−10 LU |
| Kick | −9/−11 LU |
| Bass | −9/−11 LU |
| Becken/Overheads | −12/−15 LU |
EQ
- Gitarren: HP 80–120 Hz (höher bei sehr tiefen Stimmungen), LP 10–12 kHz, Absenkung bei 200–400 Hz (Matsch), Kontrolle des „Fizz“ bei 6–8 kHz und der Härte bei 2–4 kHz; dynamischer EQ auf dem Palm Mute bei 100–200 Hz.
- Bass: in zwei Schichten geteilt: sauberer Sub (unter 100–200 Hz, mono) + verzerrte Schicht (Mitten 500 Hz–2 kHz), die mit den Gitarren verschmilzt.
- Kick: Click +2/+4 dB bei 3–5 kHz, um sich in der Doublebass durchzusetzen, kurzer Körper bei 60–90 Hz.
- Snare: Körper 200 Hz, Crack 3–6 kHz; Verstärkungs-Sample.
- Stimme: Growl in den Mitten (500 Hz–2 kHz), Scream mit Präsenz 2–5 kHz; HP 100–150 Hz.
Dynamik
- Drums: Samples zur Vereinheitlichung der Velocity, Kompression und Parallelkompression.
- Gitarren: keine Kompression (die Verzerrung komprimiert); dynamischer EQ für den Palm Mute.
- Bass: Kompression 4–8 dB, konstanter Pegel.
- Stimme: Kompression 8–12 dB.
- Mix-Bus: Glue 2–3 dB.
Räumlichkeit
- Vierfach gespielte Gitarren (zwei pro Seite) für die Wand; Bass, Stimme, Kick, Snare in der Mitte.
- Leads und Soli in der Mitte oder leicht außermittig.
- Kurze Hallräume auf den Drums; Delays und längere Hallräume in den melodischen Gesangspassagen.
Layering
- Gitarren: 4 Rhythmus-Takes (gleiche Parts), eventuell mit verschiedenen Verstärkern pro Seite.
- Kick: Mikrofon + Sample (Click und Körper) ausgerichtet.
- Stimme: gedoppelte Screams, Clean-Vocals mit Harmonien in den Refrains.
Referenz-Lautheit
Moderner Metal −9/−6 LUFS; dynamischere Produktionen (Prog, Doom) −11/−9 LUFS. True Peak −1 dBTP, Crest-Faktor 6–9 dB.
Referenztitel
Metallica „Enter Sandman“, Gojira „Stranded“, Architects „Animals“, Bring Me the Horizon „Can You Feel My Heart“, Meshuggah „Bleed“ (Djent).
Vergleiche vor allem die Definition der Doublebass und den Matsch bei 200–400 Hz.
Häufige Fehler
- Gitarren ohne HP: Der Bass verschwindet und die Kick verwäscht.
- Kick mit langem Körper: Bei 200 BPM Doublebass verschmelzen die Schläge.
- Zu viel Verzerrung auf den Gitarren: weniger Definition, nicht mehr Kraft.
- Stimme zu leise in der Wand.
Ausgangseinstellungen
| Parameter | Wert | Warum |
|---|---|---|
| Gitarren | HP 80–120 Hz, LP 10–12 kHz, 4 Takes | Definierte Wand. |
| Kick | Click +2/+4 dB bei 3–5 kHz, kurzer Decay | Lesbare Doublebass. |
| Bass | Sauberer Sub + verzerrte Schicht | Stabiles Low End und Biss. |
| Stimme | 8–12 dB | Präsent in der Wand. |
| Master-Lautheit | −9/−6 LUFS | Pegel des Genres. |
Frequenzen im Blick
| Bereich | Was zu tun ist |
|---|---|
| 60–90 Hz | Kurzer Körper der Kick; sauberer Sub des Basses. |
| 100–200 Hz | Palm Mute der Gitarren: dynamischer EQ. |
| 200–400 Hz | Matsch der Gitarrenwand: −2/−4 dB. |
| 3–5 kHz | Click der Kick in der Doublebass. |
| 6–8 kHz | Fizz der verzerrten Gitarren, zu kontrollieren. |
Beispiel-Signalkette
| Schritt | Werkzeug | Einstellungen | Warum |
|---|---|---|---|
| Drums | Mikrofone + Samples → Bus → Parallele | 2–4 dB + parallel | Präzision und Wucht. |
| Gitarren | Bus → EQ → dynamischer EQ Palm Mute | HP/LP | Saubere Wand. |
| Bass | Split Sub/verzerrt → Kompression | 4–8 dB | Verbindung zwischen Gitarren und Kick. |
| Stimme | EQ → Kompression → Sättigung → Delay | 8–12 dB | Klare Stimme. |
| Master | Glue → Clipper → Limiter | −9/−6 LUFS | Pegel. |
So prüfst du das Ergebnis
- Crest-Faktor des Masters 6–9 dB.
- Tiefmitten-Band (250–500 Hz) nicht über der Bass-Band.
- Korrelation +0,1/+0,5 (sehr breite Gitarren); unter 150 Hz über +0,9.
- Presence-Band (4–8 kHz): keine Fizz-Spitzen über 4 dB im Vergleich zu den Referenzen.