Arrangement und OrchestrierungFortgeschritten2 Min. Lesezeit

Orchestrierung: Familien, Ambitus und Klangmischungen

Tatsächliche Ambitus (klingende Töne, C4 = eingestrichenes C)

  • Violine: G3 – A7 (praktisch bis etwa E7)
  • Viola: C3 – E6
  • Violoncello: C2 – A5
  • Kontrabass: E1 – G4 (eine Oktave höher notiert)
  • Flöte: C4 – C7
  • Oboe: Bb3 – A6 (besser bis F6)
  • Klarinette in B: D3 – Bb6 (einen Ton höher notiert)
  • Fagott: Bb1 – Eb5
  • Horn in F: B1 – F5 (eine Quinte höher notiert)
  • Trompete in B: E3 – Bb5 (einen Ton höher notiert)
  • Tenorposaune: E2 – Bb4 (bis F5)
  • Tuba: D1 – F4
  • Harfe: Cb1 – G#7
  • Klavier: A0 – C8

Transponierende Instrumente

Klarinette und Trompete in B klingen einen Ton tiefer als notiert; das Horn in F eine Quinte tiefer; Kontrabass, Gitarre und Piccolo transponieren um eine Oktave. In Sample-Libraries spielt man bereits den klingenden Ton.

Prinzipien der Klangmischung

  • Jedes Instrument hat ein Register, in dem es „singt“: Die Flöte ist in der Tiefe schwach und in der Höhe brillant, die Oboe durchdringend, das Horn in der Mitte warm.
  • Verdopplungen: Einklang für Farbe, Oktave für Kraft.
  • Balance: Eine Trompete deckt mühelos eine ganze Streichergruppe bei halber Stimme zu.
  • Voicing wie die Obertonreihe: weit unten, eng oben.
  • Streicher im Pop: legato-Pad (Vibrato), Staccato-Ostinati (K-Pop, Film), rhythmisches Pizzicato.

Beispiel in C

C-Akkord für Orchester: Kontrabässe C2, Celli C3, Bratschen G3, zweite Violinen E4, erste Violinen C5 und G5; Hörner auf E4 und G4 zur Erwärmung; Flöte auf C6 für Brillanz.

Beispiel aus der Praxis

Der „Boléro“ von Ravel (1928) wiederholt dieselbe Melodie und vertraut sie jedes Mal anderen Instrumenten und Kombinationen an: ein Orchestrierungskurs in fünfzehn Minuten. Bernstein widmete ihm die Folge „What is Orchestration?“ der Young People's Concerts.

Quellen

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