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Dreiklänge: Qualitäten und diatonische Akkorde

Die vier Qualitäten

Ein Dreiklang besteht aus Grundton, Terz und Quinte, in Terzen geschichtet.

  • Dur: große Terz + kleine Terz (C E G). Symbol C.
  • Moll: kleine Terz + große Terz (A C E). Symbol Am.
  • Vermindert: zwei kleine Terzen (H D F). Symbol H° oder Hdim.
  • Übermäßig: zwei große Terzen (C E G#). Symbol C+ oder Caug.

Die Sus-Dreiklänge (Csus2 = C D G, Csus4 = C F G) ersetzen die Terz: Sie sind weder Dur noch Moll.

Diatonische Dreiklänge

In C-Dur: C Dm Em F G Am H° → I ii iii IV V vi vii°.

In natürlichem a-Moll: Am H° C Dm Em F G → i ii° III iv v VI VII.

Mit der harmonischen Molltonleiter wird das V zu E (Dur), das vii° zu Gis° und das III zu C+ (C E G#).

Grundstellung und Umkehrungen

Liegt der Grundton im Bass, ist der Akkord in Grundstellung; liegt die Terz im Bass, in erster Umkehrung (C/E); liegt die Quinte im Bass, in zweiter Umkehrung (C/G). Die Qualität ändert sich nicht, es ändern sich Stabilität und Basslinie.

Warum das wichtig ist

Die Dreiklänge sind die Mindestgrammatik: Mit den sechs Dur- und Molldreiklängen einer Tonart schreibt man den Großteil des Pops. Der verminderte Dreiklang enthält einen Tritonus und ist instabil; der übermäßige ist symmetrisch und mehrdeutig, nützlich als Durchgang (C – C+ – Am oder C – C+ – F).

Beispiel aus der Praxis

„Let It Be“ von den Beatles (1970) steht in C-Dur und verwendet fast nur vier diatonische Dreiklänge: C G Am F (I V vi IV). Es ist der Beweis, dass wenige gut geordnete Dreiklänge für einen vollständigen Song genügen.

Quellen

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