Die Rollen
- Schlagzeug: Tempo und Form. Fills am Ende der Abschnitte, Crash auf der 1 neuer Abschnitte, Pattern-Wechsel für Strophe/Chorus.
- Bass: Grundton und Bewegung, Anbindung an die Kick, Durchgangstöne zum nächsten Akkord. Typisches Register E1–G3.
- Tasten: Comping, Pads, Riffs. Voicings zwischen C3 und C5, damit es nicht matscht; die linke Hand verdoppelt nicht den Bass.
- Gitarren: Strumming, Arpeggien, Single-Note-Riffs, gedämpfte Akkorde, Powerchords. Hohe Umkehrungen, um dem Bass Platz zu lassen.
Prinzipien
- Aufteilung der Register: Jedes Instrument hat seinen Platz im Frequenzspektrum.
- Rhythmisches Ineinandergreifen: Spielt eines gerade Achtel, spielt das andere auf dem Offbeat; ist die Gitarre dicht, hält das Klavier.
- Dichtekurve: leichte Strophe, voller Chorus, anderer Bridge.
- Das Leadsheet anpassen: Antizipationen (Akkorde, die ein Achtel früher kommen), Vorhalte, rhythmische Augmentation und Diminution.
Beispiel in C (C – G – Am – F)
- Strophe: Kick auf 1 und 3, Bass in ganzen Noten C G A F, Klavier mit gehaltenen Akkorden in Umkehrung (C – G/B – Am – F/A).
- Chorus: Bass in Achteln, Gitarre in gedämpften Achteln mit Akzent auf dem Offbeat, Klavier mit Oktav-Stabs auf der Melodie, offene Hi-Hat auf den Offbeats.
- Bridge: Half-Time-Schlagzeug, Bass auf langen Noten, Klavier arpeggiert.
Beispiel aus der Praxis
„Superstition“ von Stevie Wonder (1972): mehrere ineinandergreifende Clavinet-Parts, ein Synth-Bass, Schlagzeug und Bläser. Jeder Part für sich ist einfach; zusammen bilden sie einen extrem dichten Groove. Ein Vorbild für das Arrangement einer Rhythmusgruppe.