Dur-Pentatonik
Fünf Töne, ohne 4. und 7. Stufe: in C, C D E G A. Sie enthält keine Halbtöne, also „stört“ kein Ton wirklich über den Hauptakkorden: Deshalb ist sie die singbarste Tonleiter in Pop, Country und K-Pop.
Moll-Pentatonik
Dieselben Töne, von der Paralleltonart aus begonnen: A C D E G (1 b3 4 5 b7). Sie ist die Tonleiter der Rock-Riffs, der gesungenen Rap-Melodien und vieler Trap-Toplines.
Bluesskala
Moll-Pentatonik plus die Blue Note b5: A C D Eb E G. Das Eb verwendet man im Durchgang (D–Eb–E) oder im Bending. Es gibt auch die Dur-Blues-Skala: C D Eb E G A (Dur-Pentatonik mit der b3 im Durchgang).
Wie man sie einsetzt
- Über einem Loop Am F C G funktioniert die a-Moll-Pentatonik über allem: sichere Hooks, R&B-Gesangsläufe.
- Über einem Blues in C (C7 F7 G7) erzeugt die c-Moll-Blues-Skala über Durakkorden die typische Reibung zwischen b3 und 3.
- In R&B-Melismen geht man schnell pentatonisch abwärts (z. B. A G E D C) und schließt auf einem Akkordton.
- Zur Abwechslung: Verschiebe dieselbe Pentatonik über einen anderen Akkord (die G-Pentatonik über Cmaj7 ergibt 5, 6, 7, 9, 3: lydisch-moderner Klang).
Beispiel aus der Praxis
Das Riff von „My Girl“ (The Temptations, 1964) ist auf der Dur-Pentatonik aufgebaut; das von „Smoke on the Water“ (Deep Purple, 1972) verwendet die Moll-Blues-Skala, mit der chromatischen b5, die es unverwechselbar macht.