Das Pattern
| Instrument | Beat 1 | Step 2 | Step 3 | Step 4 | Beat 2 | Step 6 | Step 7 | Step 8 | Beat 3 | Step 10 | Step 11 | Step 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bassdrum | Schlag | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause |
| Snare | Pause | Pause | Pause | Pause | Schlag | Pause | Pause | Pause | Schlag | Pause | Pause | Pause |
| Crash | Schlag | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause | Pause |
So spielst du es und woher es kommt
Der Walzer des 19. Jahrhunderts (Johann Strauss II, „An der schönen blauen Donau“, 1867; Chopin, Tschaikowski in den Balletten) steht im 3/4-Takt, Raster in Sechzehnteln (12 Steps = 3 Viertel). Übertragung der Orchesterbegleitung auf Schlagzeug/Drumcomputer: Die Bassdrum steht für den Bass (Kontrabässe, Celli, Tuba oder große Trommel) auf dem ersten Viertel, die Snare für die Akkorde im Offbeat (Bratschen, zweite Geigen, Hörner) auf der 2 und der 3 – das klassische „Um-pa-pa“. Der Crash auf dem ersten Viertel des Takts steht für das Becken, das im Tanzwalzer den Phrasenbeginn markiert (setze ihn alle 4 oder 8 Takte, nicht in jedem Takt). Das wichtigste Merkmal des Wiener Walzers ist das Microtiming: Das zweite Viertel kommt leicht vorgezogen und das dritte leicht verzögert (der „Wiener-Walzer“-Schwung); verschiebe daher in einer DAW den Schlag auf der 2 um etwa 10–25 ms nach vorn und quantisiere nicht starr. Tempo: Der Wiener Tanzwalzer liegt bei etwa 58–60 Takten pro Minute (rund 174–180 Viertel), der Langsame (Englische) Walzer bei etwa 28–30 Takten (84–90 Viertel); der Konzertwalzer ist „in Eins“ gedacht (ein Puls pro Takt). Varianten: alternierender Bass Grundton–Quinte in jedem Takt; Hemiole (zwei 3/4-Takte, als drei 2/4-Takte empfunden) vor den Kadenzen; „langsamer“ Chopin-Walzer mit Rubato. Das angegebene BPM (180) bezieht sich auf das Viertel;